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Ministerium will Sonderrabatt auf Wild für Forstleute kippen

Der Sonderrabatt für erlegte Rehe für Forstleute soll fallen. Foto: dpa/Deutsche Wildtier Stiftung</p>

Der Sonderrabatt für erlegte Rehe für Forstleute soll fallen. Foto: dpa/Deutsche Wildtier Stiftung

Der Rehbraten , der bei Förstern aus dem Saar-Forst frisch auf den Tisch kommt, wird aller Voraussicht nach teurer. Bislang zahlten Revierleiter und einige leitende Beamte, zu deren Dienstaufgabe die Jagd gehört, für Rehe, die sie selbst zur Strecke gebracht haben, pro Kilo den Sonderpreis von 2,45 Euro. Dieser Preis gilt für unzerlegte Tiere „in der Decke“. Er liegt damit 30 Prozent unter der dem Preis für Großhändler .

Nach der vom Landesrechnungshof aufgedeckten Affäre um mögliche Privatgeschäfte jagender Forstleute mit selbsterlegtem Wild, das angeblich weiter verkauft wurde, hat Umweltminister Reinhold Jost ( SPD ) bereits die Verschärfung der Jagdnutzungsanweisung angekündigt. Sein Verwaltungschef, Abteilungsleiter Joachim Jacob , erklärte gegenüber unserer Zeitung, der Sonderpreis, den Förster für selbst erlegte Rehe zahlen, werde voraussichtlich dem Großhandelspreis angepasst. Der Sonderrabatt („Erlegerpreis“) werde fallen.

Etwa 41 Kilo Wild haben im Jahresdurchschnitt die meisten jagenden Förster zum Eigenverbrauch angemeldet. Drei namentlich bekannte Jäger fallen allerdings mit 361 Kilo (31 Tiere), 314 Kilo (28 Tiere) und 408 Kilo (37 Tiere) allein für 2015 aus dem Rahmen. Dieses Trio hat seit 2012 mehr als 5,3 Tonnen „Wild in der Decke“ zum Sonderpreis angekauft.

In dieser Woche erwartet das Ministerium die von einigen Revierleitern und Forstbeamten angeforderten dienstlichen Erklärungen zur Verwertung ihres selbsterlegten Wildbrets. Eine Nebentätigkeit für möglichen Handel hatte keiner angemeldet.

Mit Spannung wird auch die dienstliche Erklärung von Landesforstchef Hans-Albert Letter erwartet. Er soll dem Minister mitteilen, wann er die ersten Hinweise auf Wildhändler in der Forst-Belegschaft erhalten und wie genau er darauf reagiert hat. Hier verdichten sich Meldungen, dass Letter bereits im Frühjahr 2015 von zwei Mitarbeitern auf den florierenden Wildhandel hingewiesen wurde.

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