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Mißbrauch: Haft für Täter

Saarbrücken. Nach dem sexuellen Missbrauch von zwei Kindern hat das Landgericht einen 43 Jahre alten Saarländer zu vier Jahren Haft und anschließender, unbefristeter Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Mann hatte vor Gericht zugegeben, dass er sich Ende Dezember 2010 an dem sieben Jahre alten Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin oral vergangen habe. Außerdem habe er die dreijährige entfernte Cousine des Buben aufgefordert, sich zu entkleiden. Beiden Kindern habe er einen pornografischen Film auf seinem Handy gezeigt. Und er habe vor beiden Kindern an sich sexuell manipuliert.

Die Tat war kurze Zeit später aufgedeckt worden, als das Mädchen seiner Mutter von den Übergriffen erzählt hatte. Der 43-Jährige wurde daraufhin festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Mit seinem Geständnis ersparte er den beiden Kindern nun ihre Aussage vor Gericht. Die Richter werteten dies positiv zu Gunsten des Angeklagten. Massiv zu seinen Lasten wirkte seine kriminelle Vorgeschichte mit mehreren einschlägigen Vorstrafen wegen sexuellen Missbrauchs. Die erste betraf exhibitionistische Handlungen vor Kindern. Die zweite eine Serie von Übergriffen, bei denen der Mann bei einem schlafenden zwölf Jahre alten Mädchen Hand angelegt haben soll. Die dritte Verurteilung betraf erneut exhibitionistische Handlungen. Eine entsprechende Haftstrafe von zwei Jahren hat der Angeklagte bereits verbüßt.



Nach seiner Haftentlassung wurde im Rahmen der Führungsaussicht angeordnet, dass sich der Mann von Kindern fern halten müsse.  Zudem musste der 43- Jährige in ambulante psychologisch und psychiatrische Behandlung. Dort hatte er bis Anfang Dezember 2010 insgesamt 50 Therapiesitzungen absolviert. Rund 30 Tage nach dieser Therapiesitzung ließ seine Lebenspartnerin ihren kleinen Sohn allein in ihrer Wohnung mit dem Angeklagten. Später kam noch eine entfernte Cousine des Kleinen zu Besuch. Und trotz verbüßter Haftstrafe, laufender Führungsaussicht, Kontaktverbot zu Kindern und laufender Therapie nutzte der Angeklagte diese erste Gelegenheit sofort für seine Zwecke aus, so die Richter. Dies zeige die Gefährlichkeit des Mannes. Er neige zwar nicht zu gewaltsamen Übergriffen. Aber eindeutig zu exhibitionistischen Handlungen und zudem auch zu körperlichen Übergriffen. Der Oralkontakt zu dem Jungen markiere dabei den vorläufigen Höhepunkt. Dies sei ein schwerer sexueller Missbrauch gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. wi
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