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Missbrauchs-Prozess Zweibrücken: Was wusste die Mutter der Kinder?

Zweibrücken. Mit der Aussage der Mutter der mutmaßlichen Opfer wurde gestern der Prozess gegen einen 45-jährigen Zweibrücker vor dem Landgericht fortgesetzt. Der Mann soll die beiden Töchter seiner damaligen Lebensgefährtin sexuell missbraucht haben.

Dem Angeklagten wird unter anderem zur Last gelegt, zwischen 1996 bis 1997 in fünf Fällen an einem zehn bis zwölf Jahre alten Mädchen sexuelle Handlungen vorgenommen oder das Kind zu sexuellen Handlungen veranlasst haben. Der Mann soll sich außerdem an deren Schwester vergangen haben. In der Zeit von 2002 bis 2005 soll der mutmaßliche Täter an dem damals neun bis zwölf Jahre alten Mädchen sogar zusätzlich vier Mal beischlafähnliche Handlungen vollzogen haben.

Pflegemutter glaubte Kind nicht

Die Mutter will bereits vor rund sieben Jahren von den Straftaten erfahren haben, erklärte sie gestern. Damals sei eine ihrer Töchter bei einer Pflegemutter gewesen und habe dieser von den Missbräuchen erzählt. „Ich wollte ja eine Anzeige bei der Polizei machen“, sagte die 46-Jährige.

Doch die Pflegemutter habe sie dabei nicht unterstützt. Erst nachdem sie sich von dem Angeklagten getrennt hatte, hätten sich ihre Töchter auch ihr selbst anvertraut. Direkt danach sei dann die Anzeige erfolgt. Die Pflegemutter räumte vor Gericht ein, dass sie der Jugendlichen damals „keinen Glauben geschenkt“ habe: „Sie hatte mich viel belogen.“ Was konkret passiert sei, habe sie nicht erzählt – nur dass sie der Angeklagte habe „betatschen wollen“. An ein Gespräch mit der leiblichen Mutter, in dem es um eine Strafanzeige ging, konnte sich die 53-Jährige jedoch nicht erinnern. Der Prozess wird an diesem Donnerstag, 29. November, um neun Uhr fortgesetzt. nob

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