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Missbrauchte saarländische Familie ihre beiden Kinder?

Saarbrücken. Der Fall einer saarländischen Familie, die nach eigenen Angaben Opfer eines schweren Justizirrtums in Frankreich geworden ist, wird im Januar neu aufgerollt. Denn am 11. Januar wird das oberste französische Berufungsgericht die Frage prüfen, ob das saarländische Ehepaar Reuters (Namen von der Redaktion geändert) vor zwölf Jahren zu Recht wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs seiner beiden Kinder zu langjähriger Haft verurteilt worden ist.

Ein Problem besteht für Herrn Reuters, der die Neuauflage seines Prozesses eigentlich optimal vorbereiten möchte, jedoch fort: Er hat weiterhin kein Einreiserecht in Frankreich, wie ihm der lothringische Präfekt vor sechs Wochen mitteilen ließ.

Wie bereits im Februar berichtet, wirbelte der Fall des Ehepaares Reuters, das im November 1997 in Montpellier wegen sexuellen Missbrauchs seiner beiden Kinder zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden war, in Frankreich erheblichen Staub auf. Nicht nur „Le Monde“ als eine der führenden Tageszeitungen in Paris berichtete über die „beschmutzte Ehre“ der Familie. Bis hinunter nach Nîmes und Narbonne wurde die Frage aufgeworfen, ob Robert Reuters und seine Frau Silke vor zwölf Jahren zu Recht verurteilt wurden.

Beide waren gerichtlich belangt worden, weil der Mann angeblich die beiden Kinder Florian und Sabrina während eines Urlaubs auf einem Campingplatz der südfranzösischen Hafenstadt Sète 1997 mehrfach sexuell missbraucht hatte. Der Fall war wegen der Anzeige einer Camping-Nachbarin ins Rollen gekommen, die behauptet hatte, sie habe den Vater mehrfach in eindeutigen Stellungen mit den beiden Kindern beobachtet. Nicht berücksichtigt wurde vom Geschworenengericht die von Medizinern festgestellte Tatsache, dass die Tochter Sabrina auch nach den angeblichen sexuellen Übergriffen noch Jungfrau war. Ebenso fiel die Tatsache unter den Tisch, dass das damals achtjährige Mädchen die vermuteten Übergriffe erst einräumte, als man ihr versprach, dass man dem Vater medizinisch helfen wolle, wenn erst mal das Geständnis der Tochter den Ermittlern vorliege.
gf 
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