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Misshandlung und Vergewaltigung: Ehemann angeklagt

Saarbrücken. Der 40 Jahre alte Angeklagte soll in den Jahren 2005 bis 2008 seine Ehefrau vergewaltigt, geprügelt, getreten und bedroht haben. Deswegen wird seit gestern verhandelt. Insgesamt listet die Anklageschrift zehn Straftaten auf. Das inzwischen geschiedene Ehepaar lebte damals in Saarbrücken. Im August vor drei Jahren soll der Mann seine Frau aufgefordert haben, ihm die Handynummer ihres Liebhabers zu nennen. Als diese sagte, dass sie keinen habe, soll er sie ins Gesicht geschlagen und an den Haaren durch die Wohnung gezerrt haben. Im Bad soll er ihren Kopf tief in die Toilettenschüssel gedrückt, die Wasserspülung betätigt und zu ihr gesagt haben, „ich zeige dir jetzt, wo du hingehörst“ – so ein Punkt der Anklage.

Falls die Vorwürfe stimmen, hat die Frau über Jahre hindurch ein Martyrium durchlitten. Sie soll geschlagen, getreten und mit einer Reitgerte traktiert worden sein. Sie erlitt Rippenbrüche und es gab blutige Striemen auf dem Rücken. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Die angebotene Strafmilderung bei einem Geständnis schlägt er aus. Die Frau wurde gestern stundenlang unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Zeugin gehört. Tränenüberströmt kam sie aus dem Gerichtssaal. Der Vorsitzende Richter wies darauf hin, dass der Angeklagte möglicherweise ein Alkoholproblem hat. Das wäre ein Strafmilderungsgrund, würde aber gleichzeitig die Unterbringung in einer forensischen Entziehungsanstalt nach sich ziehen. Ein Zeuge aus dem Umfeld der Familie schätzte den Alkoholkonsum an einem Tag auf zehn Flaschen Bier und diverse Schnäpse. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. Dann sollen weitere Zeugen vor dem Landgericht gehört werden. jht
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