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Mit Bus und Bahn gehts langsam durchs Saarland

Saarbrücken. Der Minutentakt beherrscht den Platz vorm Saarbrücker Eurobahnhof. Frauen, Männer, Kinder laufen zwischen Saarbahn und Bussen umher. Einsteigen. Umsteigen. Auf und davon.
In Gehweiler bei Wadern ist das anders. Da wartet man zwei Stunden auf den nächsten Bus. Im Minutentakt kommt allenfalls ein Auto an der Bushaltestelle vorbei. Ein Fahrplan hängt dort. Er ist kurz. Die Beschleunigung der Fortbewegung? Sie scheint nicht in allen Regionen angekommen zu sein. Wie lange dauert wohl die Reise von Gehweiler zum Flughafen Ensheim?

12.30 Uhr: Gehweiler Bushaltestelle. Vom Bus nach Sitzerath ist nichts zu sehen. Ist die Linie 216 schon weg? Dreieinhalb Stunden soll die Tour dauern. Viermal Umsteigen. Wird schon der Einstieg zum Problem? Erleichterung. Der Bus biegt mit Verspätung um die Ecke. Nur fünf Minuten braucht er bis Sitzerath. Gerade Zeit genug, um im fast leeren Bus ein Gespräch zwischen dem Busfahrer und einer älteren Dame aufzuschnappen – über Vor- und Nachteile von Light-Getränken.

12.45 Uhr: Sitzen in Sitzerath. Eine halbe Stunde Warten auf den nächsten Bus, der mich nach Nonnweiler bringen soll. Die Sonne scheint. Die Zeit vergeht rasch. 17 Autos und drei Fußgänger kommen vorbei.

13.30 Uhr: Station in Nonnweiler. Ich warte auf den Bus nach Türkismühle. Ich bin bereits eine Stunde unterwegs und habe gerade einmal gute zehn Kilometer zurückgelegt. Schnelles Reisen fühlt sich anders an. Das langsame Busfahren ist ermüdend, das ständige Warten eine Geduldsprobe.

13.45 Uhr: Auf dem Weg nach Türkismühle sitze ich in einem Schulbus mit Angela Baltes und Lara Keller aus Schwarzenbach, deren täglicher Weg zum Unterricht mit einer viertelstündigen Busfahrt beginnt. Das Busfahren finden sie „Geht so“. „Aber wir fahren ja schon seit der Grundschule immer mit dem Bus, da ist man das gewöhnt“, sagt Angela.

14.26 Uhr: Als ich in Türkismühle in die Regionalbahn nach Saarbrücken steige, bin ich erleichtert. Die Aussicht, etwa eine Stunde im Zug sitzen zu können, macht diese Etappe der Fahrt zur bequemsten.
Der Zug, der Richtung St. Wendel fährt, erinnert an eine Art „Schulzug“, um mich herum sind Hannah Montana und das Badminton-Training am Nachmittag die bestimmenden Themen. Nach dem Halt in St. Wendel hat sich der Zug geleert und es wird ruhiger. Zwischen Neunkirchen und Saarbrücken nutzen wohl viele Pendler und Studenten die Bahn. Die Fahrt vergeht schnell mit Musik im Ohr und ich erschrecke beinahe, als der Lokführer im Namen der Deutschen Bahn für die Reise dankt. Pünktlich verlasse ich den Bahnhof und überbrücke mit einem Eis die Wartezeit auf den Bus nach Ensheim.

15.48 Uhr: Die Linie R10 fährt einmal quer durch die Landeshauptstadt. Viele Pendler nutzen sie, wie Stefanie Oster aus Heckendalheim. „Ich fahre jeden Tag mit dem Bus nach Saarbrücken zur Arbeit und wieder zurück, aber den Nahverkehr nutze ich nur für Kurzstrecken.“ Ein Eindruck, den auch ich auf meiner Fahrt gewonnen habe: Kaum ein Fahrgast nutzt Bahn und vor allem Bus, um längere Strecken zurückzulegen.

Pünktlich um 16.12 Uhr stehe ich am Flughafen in Ensheim. Eine Stunde und zehn Minuten dauert der Flug nach Berlin, drei Stunden länger habe ich nach Ensheim gebraucht. Es war keine bequeme Fahrt. Als ich am Flughafen in mein Auto steige und in 20 Minuten die 18 Kilometer nach Hause fahre, stelle ich mir vor, wie beschwerlich die Reise mit Koffern gewesen wäre.

Auf einen Blick
Vom 21. bis 27. Mai informiert die ARD in Fernsehen, Radio und Internet der SR in seinen Radio-Programmen und im TV-Programm, in SR-online und im Saartext über mobiles Leben. Besonders zu empfehlen am Wochenende: „Hin und Her. Pendler und ihr Leben im Arbeitstakt, SR2, Samstag, 9.05 Uhr. Das Auto der Zukunft – ein Mietwagen? SR 2, Samstag, 15.04 Uhr. Das Wort zum Sonntag über die wandernden Apostel von Monsignore Wahl, ARD, Samstag, 23.40 Uhr. „Alita! – Bei Anruf Taxi“. In Merzig fahren Taxis nach einem festen Fahrplan, SR, Aktueller Bericht, So., 19.45 Uhr. red
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