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Mit Fotos: So war's beim Saarbrücker Altstadtfest

Es ist Samstagnachmittag, der zweite Tag des 41. Saarbrücker Altstadtfests. Die Temperaturen sind etwas niedriger als am Freitag. Auf der Rockwiese ist es trotzdem heiß. Die meisten Besucher haben es sich unter den orangefarbenen Sonnensegeln, den wenigen Bäumen oder den Vordächern der Getränkestände bequem gemacht. Gerade spielt die Band „rebelsoul“ und begeistert das Publikum mit einer Mischung aus Hardrock und Soul.




Es ist ein Musikstil, den man auf der Saarwiese eher selten hört, wenn nicht gerade das Altstadtfest gefeiert wird – hier, wo sonst Geigenklänge aus den geöffneten Fenstern der Musikhochschule zu hören sind. Aber die Musik der vier Bandmitglieder ist durchaus massentauglich. Nur vereinzelt erinnern stimmliche Experimente des Sängers an die rockigen Wurzeln der saarländischen Band. Entsprechend gemischt ist das Publikum.

Nur bei wenigen ist am Kleidungsstil zu erkennen, dass sie in der Hardrockszene zu Hause sind. Fast alle sitzen auf der Wiese, lehnen sich zurück und genießen die leichte Brise, die von der Saar herüberweht und die Sonnensegel leicht zum Schwingen bringt.

Es geht weiter, vorbei am Kinderprogramm, zum Kunst- und Krammarkt. Hier kann man von Bonsai-Pflanzen über Sonnenbrillen bis hin zu Ölgemälden alles erwerben, was das Herz begehrt. „Gehma zuerscht schnuse oder gleich an die Bühn'?“ ist eine Frage, die sich an diesem Wochenende wohl noch öfter stellt. Die meisten Besucher entscheiden sich offenbar für Ersteres, denn auf dem Krammarkt ist viel los.

Auf dem Weg zum St. Johanner Markt werden die Festbesucher bereits von den eigenwilligen Tönen der Alternative-Rock-Band „Green Wave“ empfangen, die mit diesem Tag auch die Feier ihres 40-jährigen Jubiläums verbindet. Die Sonne ist mittlerweile vollständig hinter einer Wolkendecke verschwunden, was viele motiviert, ihr verfrühtes Abendessen auf den Bänken vor den Lokalen am St. Johanner Markt abzuschließen und den Platz vor der Bühne zum Tanzen zu nutzen. Bei den meisten bleibt es allerdings bei einem Wippen – mehr kann man bei diesen Temperaturen auch nicht erwarten.


Etwas kühler ist es im Hof der Stadtgalerie, in der der Trierer Singer-Songwriter Jochen Leuf mit „OAZO“ auftritt. Die romantische Kulisse der Stadtgalerie mit den rustikalen Holztischen und samtüberzogenen Stühlen wirkt in diesem Augenblick tatsächlich wie eine Oase der sanften Töne. Die melancholische Stimmung hält sich über die gesamte Dauer des Auftritts der beiden Trierer, die ihren letzten Song mit den Worten ankündigen, man könne sich bei diesem gut vorstellen, wie es ist, acht Stunden lang auf einem gestrandeten Stück Treibholz am Meer zu sitzen und in die Weite hinauszusehen. Die Menschen im vollen Hof der Stadtgalerie scheinen es wörtlich zu nehmen. Nur die wenigsten verlassen ihn nach dem Auftritt von „OAZO“. Es ist so gemütlich, dass sie am liebsten den ganzen Abend hier verbringen möchten. Schließlich ist das Programm mit der Französin Liz Cherhal und den Klassikern deutsch-französischen Liedguts vielversprechend. Wer es zu späterer Stunde lieber lauter mag, hat es nicht weit zum St. Johanner Markt. Dort warten mit der Saarbrücker Band „Nika & Karambolage“ und „Mrs. Greenbird“ zwei weitere Höhepunkte. Genau das ist das Schöne am Altstadtfest: Es ist, wie Saarbrücken selbst, eine Meisterin im Vereinen unterschiedlicher Lebensgefühle.

 
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