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Mit dem Handwerk geht es bergauf

Saarbrücken. Der Konjunkturaufschwung ist im dritten Quartal auch im saarländischen Handwerk angekommen. Das belege die Herbstumfrage der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), sagte deren Geschäftsführer Georg Brenner (Foto HWK) gestern. 86 Prozent der befragten Betriebe berichten demnach von einem guten oder befriedigenden Geschäftsverlauf – im vergangenen Herbst waren es nur 70 Prozent. Auch haben 18 Unternehmen angegeben, ihr Investitionsbudget zu steigern, vor einem Jahr waren es gerade elf Prozent. „Die Investitionspläne der Unternehmen sind ein deutliches Signal, dass sich die positive Stimmung verfestigt“, sagte Brenner.
Die positive Stimmung schlägt sich auch bei der Beschäftigung nieder: 17 Prozent der Unternehmen haben im dritten Quartal zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, nur sieben Prozent haben Personal abgebaut.
Beim Auftragsbestand melden 34 Prozent der Betriebe Zuwächse. Auch hier zeigt sich ein positiver Trend, gerade mal 19 Prozent der Unternehmen berichten über eine rückläufige Nachfrage.
Angesichts der guten Entwicklung gehen die Unternehmen auch in den kommenden Monaten von einer verbesserten Wirtschaftslage im Handwerk aus. 82 Prozent erwarten eine gleichbleibende oder bessere Geschäftsentwicklung. Für das Gesamtjahr rechnet Brenner nach ein einem schwachen ersten Halbjahr mit einer „schwarzen Null“.
Allerdings verteilt sich der Aufschwung nicht gleichmäßig über alle Branchen. Während das Baugewerbe wieder zulegt und auch bei den handwerklichen Zulieferern der Industrie ein deutliches Plus zu sehen ist, lahmt das Kfz-Handwerk noch immer – hier hat das Aus der Abwrackprämie ein Loch hinterlassen. Schwierig bleibt auch die Situation bei personenbezogenen Dienstleistungen – wie beispielsweise bei Friseuren, Fotografen und Kosmetikern. Hier hofft Brenner, dass ein Anstieg des allgemeinen Konsums positive Wirkungen zeigt.
 Gravierende Auswirkungen – besonders für das Bauhandwerk an der Saar – werde in den kommenden Jahren die Schuldenbremse mit sich bringen. „Die Bauwirtschaft muss sich auf rückläufige Investitionstätigkeiten der öffentlichen Hand einstellen.“ Einsparungen von 80 Millionen Euro jährlich würden am Handwerk nicht spurlos vorübergehen. Die größte Herausforderung werde aber der demographische Wandel sein, der sich bereits bemerkbar mache. Schon jetzt sei es in einigen Handwerksberufen schwierig, ausreichend Lehrlingsnachwuchs zu bekommen.
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