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Mit der Zeitumstellung steigt die Zahl der Wildunfälle

Mit der Winterzeit verschieben sich Morgen- und Abenddämmerung: Morgens ist es früher hell und nachmittags eher dunkel. Damit fällt die Hauptaktivität der Wildtiere mit dem abendlichen Berufsverkehr zusammen. Auf Nahrungssuche kreuzen äsende Rehe, Füchse und Wildschweine um diese Zeit besonders häufig die Straßen.

Kreisjagdberater Michael Blug bestätigt das steigende Unfallrisiko, rät aber auch den Autofahrern, sich an die eigene Nase zu fassen: „Viele halten sich in den Gefahrenbereichen nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung.“ Zu Versuchszwecken wurden auf einigen Wegen blaue Reflektoren an den Straßenpfosten angebracht. Sie sollen das Wild abschrecken. Das habe laut Blug beispielsweise im Raum Niederhofen-Überroth zu einer Senkung der Unfallzahlen beigetragen. Laut Auskunft von Gernot Müller, Leiter der Polizeiinspektion Türkismühle-Nohfelden, sei auf der L 134 zwischen Selbach und Gronig sowie Selbach und Primstal besonders häufig mit Wildwechsel zu rechnen.

Kommt es zum ungleichen Duell Auto gegen Reh, sind die aus der Fahrschule bekannten Maßnahmen einzuhalten: Nicht aufblenden, weil die Tiere im Lichtkegel stehen bleiben, stattdessen auf die Hupe drücken. Abbremsen und im Fall der Fälle mit beiden Händen das Lenkrad fest halten ohne auszuweichen, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten.

Nach dem Aufprall muss die Unfallstelle zunächst mit Warnblinkern und Warndreieck gesichert werden. Sollte das Tier noch leben, nicht von der Fahrbahn ziehen, weil es sich im verletzten Zustand wehren kann. Falls es tot ist, empfiehlt sich der Einsatz von Handschuhen, um es aus dem Gefahrenbereich zu schaffen. Es gilt die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter zu informieren, der im Notfall das Tier von seinen Qualen erlöst. Für die Autoversicherung können sowohl Jagdpächter , als auch die Polizei einen Unfallbescheid ausstellen.  
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