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Mitarbeiter in Großmühle durch Eplosion verletzt

Geislautern. Es ist erst kurz nach sieben Uhr Morgen, als es gestern im Ortskern des Völklinger Stadtteils Geislautern einen lauten Knall gibt. Dann schlagen Rauch und Flammen aus dem Dach der Großmühle Abel und Schäfer. Ein Ölbrenner ist explodiert und hat drei Mitarbeiter schwer verletzt, ein 29-Jähriger aus Lebach und zwei 49 und 56 Jahre alte Völklinger. Laut Polizei sind zwei von ihnen sogar so schwer verletzt, dass sie in die Spezialklinik nach Ludwigshafen geflogen wurden.

Die Ermittler gehen von einer technischen Ursache für die Explosion aus, die sich im Bereich einer mit Öl betriebenen Anlage ereignete, in der das Mehl getrocknet wird. Völklingens Wehrführer Heiko Schlang: „Außerdem ist an dem Gebäudeteil, in dem sich das Unglück ereignet hat, ein nicht unerheblicher Gebäudeschaden entstanden.“ Er vermutet, dass der betroffene Teil der Mühle einsturzgefährdet ist. Ob er mit dieser Einschätzung richtig liege, könne aber erst dann gesagt werden, wenn die Experten des Bauamts das Gebäude begutachtet hätten. Rund 110 Feuerwehrleute aus den Völklinger Löschbezirken und dem benachbarten Püttlingen waren gestern im Einsatz. Die Anwohner wurden kurzzeitig evakuiert, Türen und Fenster sollten wegen der Rauchentwicklung geschlossen gehalten werden. Aufregung herrschte auch in der nahegelegenen Schlossbergschule, wo der Unterricht jedoch weitgehend normal ablief.

Zwei Stunden dauerten die Löscharbeiten. Der Einsatz der Rettungskräfte war da aber noch lange nicht beendet. Der Inhalt eines Thermo-Ölbehälters musste noch stundenlang von den Feuerwehrleuten gekühlt werden, da er zu überhitzen drohte. Thermo-Öl wird in der Mühle als Wärmeträger anstelle von Wasser verwendet, um ein Transportsystem für das Mehl anzutreiben, erklärte Mühlen-Geschäftsführer Karl Ludwig Schäfer, dessen Unternehmen Backmischungen für Bäckereien herstellt.

Gegen Mittag hatte sich das Geschehen weitgehend beruhigt. Experten von Ämtern, Feuerwehr, Polizei und Versicherung machten sich auf, um den Unglücksort zu begutachten. Ein Umweltunternehmen begann damit, den Löschschaum fachgerecht zu entsorgen. In den kommenden Tagen werden dann voraussichtlich von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter die Unglücksursache erforschen und die Schadenshöhe bestimmen.
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