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Mörder-Suche vorbei: Weiskircher atmen auf

In den Jahren 1962 und 1972, da Lydia Schürmann und Heiderose Berchner umgebracht wurden, war der jetzt festgenommene Mann noch nicht geboren.

In den Jahren 1962 und 1972, da Lydia Schürmann und Heiderose Berchner umgebracht wurden, war der jetzt festgenommene Mann noch nicht geboren.

Weiskirchen. Die Menschen in Weiskirchen sind erleichtert. Der so genannte Hochwald-Mörder kommt höchstwahrscheinlich doch nicht aus ihrer Gemeinde (:: wir berichteten).

Bürgermeister Werner Hero: "Ich bin einfach nur froh, dass sich der Fall so unspektakulär aufklären ließ." Denn der Verdacht, es gebe einen Mörder in ihren eigenen Reihen, sei für die Weiskircher Bevölkerung in den vergangenen Monaten eine große Belastung gewesen, betont Hero. Jetzt hofft er, dass wieder Ruhe in die Hochwaldgemeinde einkehrt. Dankbar ist Hero dem sehr aufmerksamen Briefträger, dessen wachsames Auge die Polizei auf die Spur des Briefeschreibers (34) geführt hat.

Hintergrund: Am Montag hat die Polizei die Wohnung des Weiskirchers durchsucht, der die vermeintlichen Bekennerschreiben verfasst hat. Darin gestand der psychisch Kranke, dass er angeblich 1963 Lydia Schürmann (13) und 1970 die Prostituierte Heiderose Berchner umgebracht hat (20cent berichtete). Doch damals war der Briefeschreiber noch gar nicht geboren. Sein Detailwissen hatte er sich aus Medienberichten und Fernsehsendungen angeeignet.

Die Polizei ging davon aus, dass der Schreiber auch der Doppelmörder ist. Sie suchten nach einem alten Mann aus Weiskirchen. Einige Senioren mussten bereits Speicheltests abgeben. Manfred Barth war einer der Ersten, der vor 14 Tagen seinen genetischen Fingerabdruck abgegeben hatte. Für ihn und alle Weiskircher seien die zurückliegenden Wochen eine Zumutung gewesen, sagt Barth.

Helga Weyands Mann gehörte vor zwei Wochen ebenfalls zu den ersten 24 Männern, die zum Gentest gebeten wurden. Sie sorgt sich um die Familie des Briefeschreibers. Weyand: "Besonders Leid tut es mir um die Eltern. Das muss alles sehr schlimm für sie sein."
szn/Dörthe Grabbert

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