A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

A8

Priorität: Normal

10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Mord an Raphael H. schockt Einwohner von Nunkirchen

Bluttat in Nunkirchen? Die Polizei schließt einen Mord nicht aus.

Bluttat in Nunkirchen? Die Polizei schließt einen Mord nicht aus.

Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Nunkirchen. Der Schock sitzt tief in Nunkirchen: Auch drei Tage nach dem gewaltsamen Tod von Raphael H. könnten viele im Ort noch immer nicht begreifen, was geschehen sei, sagt Ortsvorsteher Jochen Kuttler (ProHochwald). Am Mittwochabend war der 59-Jährige H., den viele im Ort als „Rafa“ kannten, von seiner Tochter, die zu Besuch kam, tot im Flur seines Hauses in der Saarbrücker Straße gefunden worden. Dort lebte Raphael H. zuletzt mit seiner Mutter, die aber vor kurzem verstorben war. Von seiner Frau, mit der er neben der Tochter auch einen Sohn hatte, war der 59-Jährige nach SZ-Informationen seit langer Zeit getrennt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der Mann durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Zu den genauen Umständen der Tat gaben die Ermittler indes keine Auskunft.

Der schreckliche Fund am Mittwochabend habe die Menschen im Ort schockiert, sagt Ortsvorsteher Kuttler. „Die Leute mochten ihn, den kannte das ganze Dorf“, beschreibt er den 59-Jährigen. „Sehr freundlich, sehr hilfsbereit, stets offen“ – solche Aussagen fallen, wenn Leute aus dem Ort nach Raphael H. gefragt werden. Der 59-Jährige war als Schrott- und Alteisenhändler tätig. In „einfachen Verhältnissen“ hat das Opfer nach den Worten von Ortsvorsteher Kuttler gelebt – darum sei die Bluttat für viele im Ort so schwer zu verstehen.

„Niemand kann sich vorstellen, dass einer wie er Feinde gehabt haben könnte, was für einen Grund jemand gehabt haben könnte, ihn zu töten.“ Manch einer habe seit dem Mord Angst, zur Haustür zu gehen, ist von Menschen aus dem Ort zu hören. „Alle reden darüber“, sagt Ortsvorsteher Kuttler über die Reaktion der Menschen. Es seien viele Mutmaßungen, Gerüchte und Spekulationen im Umlauf. „Ich warne aber vor vorschnellen Verdächtigungen.“

Auch das Internet-Netzwerk Facebook ist voll von Kommentaren, in denen die Menschen ihrer Bestürzung Ausdruck verleihen. Aber Facebook wird offenbar auch genutzt, um die Aufklärung des rätselhaften Falls voranzubringen: „Dort wurde schon am Donnerstagmittag ein Suchaufruf nach dem Auto gepostet“, erzählt Kuttler. Der Wagen des Opfers war nach der Tat zunächst verschwunden gewesen, am Freitag wurde das Fahrzeug in einem Waldstück bei Weiskirchen entdeckt.

Die Polizei setzt derweil ihre Ermittlungen fort: Nach SZ-Informationen ging am Freitag die Untersuchung des Tatorts und die Sicherung von Spuren weiter. Am Mittwoch hatten die Ermittler noch bis nachts gegen 2.30 Uhr das Haus des Opfers untersucht. Auch am Donnerstag wurde die Suche bis spät in den Abend hinein fortgesetzt – mit technischer Unterstützung durch die örtliche Feuerwehr und das Technische Hilfswerk.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein