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Mord beim Leichenschmaus: Dreharbeiten zum aktuellen SR-Tatort

Hilde Reichert gießt im Garten die Blumen. „Den Termin mit dem Bestattungsinstitut machen wir zusammen“, sagt ihr Sohn Marc. Hauptkommissar Stellbrink betritt das Anwesen und fragt ihn: „Kann ich Sie mal sprechen – alleine“. Doch plötzlich ertönt aus eine Stimme: „Noch mal.“

Bis die Szene für den neuen SR-„Tatort“ mit dem Arbeitstitel „Totenstille“ im Kasten ist, sind weitere fünf Aufnahmen erforderlich. Für Regisseur Zoltan Spirandelli eine perfekte Demonstration, wie aufwendig ein Dreh ist. Mal habe der Lärm eines Flugzeuges die Szene gestört, mal sei die Sonne weg oder das Timing der Schauspieler nicht optimal gewesen, erklärt er beim SZ-Besuch.

Für dem Film, für den am 2. September die erste Klappe fiel, wurde gestern in einem Privathaus in der Leuschner Straße in Saarbrücken gedreht. Im Garten wuseln, von neugierigen Blicken der Anwohner begleitet, Dutzende Team-Mitglieder und Fotografen herum. „Hier im Saarbrücken wird zum Glück noch nicht so viel gedreht und man wird freundlich aufgenommen“, sagt Spirandelli, der auch in der Folge „Weihnachtsgeld“ Regie geführt hat. In Städten wie Berlin seien die Bewohner oft von den häufigen Dreharbeiten genervt.

Bis 30. September wird zudem in der Saarbrücker Innenstadt, Sulzbach und Völklingen gefilmt.

Der Krimi, der am 24. Januar ausgestrahlt wird, soll tiefe Einblicke in das Leben gehörloser Menschen geben. Ein Blick in das Drehbuch verrät erste Details: In einer Gaststätte trifft sich die Beerdigungs-Gesellschaft des Leiters einer Gehörlosenschule zum Leichenschmaus. In einem Zimmer ein Stockwerk höher kommt währenddessen eine Frau ums Leben, die wenig später tot aus der Saar gezogen wird.

Hauptkommissar Jens Stellbrink ( Devid Striesow ) und sein Team ermitteln erst unter den Leichenschmaus-Gästen. Als dann eine weitere Leiche aufgefunden wird, stellt der Polizist überrascht fest, dass beide Fälle über einen Gast der Beerdigungsfeier verbunden scheinen.

Grimme-Preisträger Peter Probst schrieb das Buch unter Mitarbeit und Fachberatung der gehörlosen Lippenleserin Julia Probst. „Die Gehörlosen sind eigentlich die Stars des Films“, steht für Redakteur Bauer fest. Und Devid Striesow verrät, dass er zunächst einige Bedenken gehabt habe, mit den Laiendarstellern zu drehen: „Doch das ist überhaupt kein Problem“, lobt er sie. Zum Teil sei man sogar schneller als geplant mit den Szenen fertig geworden.
 
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