A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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Morgen beginnen im Ludwigsparkstadion die Abrissarbeiten an der Haupttribüne

Ein Bagger schaufelt das, was von den Stehplatzrängen im Saarbrücker Ludwigsparkstadion übriggeblieben ist, in eine Zerkleinerungsmaschine. Sie recycelt Steine und Beton zu Schotter. Foto: Becker & Bredel

Ein Bagger schaufelt das, was von den Stehplatzrängen im Saarbrücker Ludwigsparkstadion übriggeblieben ist, in eine Zerkleinerungsmaschine. Sie recycelt Steine und Beton zu Schotter. Foto: Becker & Bredel

Betonplatten, Steine und ein gigantischer Schotterberg lagern direkt hinter dem Marathontor des Saarbrücker Ludwigsparkstadions. Sie sind das, was von den Stehplatzrängen im Bereich des Marathontors und unterhalb der Saarlandhalle übrig ist. In den vergangenen Wochen wurden sie fast komplett abgerissen. Zwei Bagger schaufeln die Betonreste in einen sogenannten Brecher. Er recycelt und zerkleinert sie. Am Ende entfernt ein riesiger Magnet Metallstränge. Mit dem so gewonnenen Schotter wird das Stadiongelände neu modelliert, erklärt Frank Deppner, Sicherheitskordinator des Gebäudemanagments der Stadt Saarbrücken (GMS).

 

Am kommenden Mittwoch, 9 Uhr, beginnen dann die Abrissarbeiten am unteren Teil und den Sitzstufen der Haupttribüne. Die Tribüne wurde in den letzten Tagen bereits von schadstoffhaltigen Stoffen wie Asbest befreit. Mit dem Rückbau wird Platz geschaffen für die Demontage des Tribünendachs, die voraussichtlich nächste Woche startet.

 

Rund sechs Wochen hat sich der Umbau wegen einer Prüfung des Ausschreibungsverfahrens verzögert, das soll im weiteren Bauablauf wieder aufgeholt werden, sagte Stadtpressesprecher Thomas Blug. Laut Plan soll der Umbau bis Herbst 2018 vollbracht sein. Unklar ist noch, ob das Land die vier Millionen Euro Mehrkosten des insgesamt 20 Millionen Euro teuren Umbaus nachfinanzieren wird. Einen entsprechenden Förderantrag habe die Stadt eingereicht, so Blug.

 

16 000 Zuschauer kann die Heimspielstätte des Viertligisten nach dem Umbau fassen – zuletzt hatte sich der Schnitt im Ludwigspark bei etwa 1000 Zuschauern eingependelt.

 

Auf den schiefen Betonstufen der Victors-Tribüne ranken Klatschmohn und Unkraut. Sie befindet sich nach Angaben der Stadt in einem guten baulichen Zustand und darf als einzige der Tribünen bleiben. Darf der Klatschmohn auch bleiben? „Hier wird wohl alles noch ein bisschen aufgehübscht“, vermutet ein Arbeiter. Auch die alten Flutlichtmasten werden den Baggern nicht weichen, ebenso – als Reminiszenz an das alte Stadion, das 1953 erbaut wurde – ein wild bewachsenes Stückchen der Stehränge im ehemaligen E-Block. „Hier planen Fans ein Projekt zur Erinnerung an den alten Ludwigspark“, erklärt Blug. Ein wenig dürfen sich also auch Nostalgiker im sonst runderneuerten Stadion noch zu Hause fühlen.

 

Doch die alte Anzeigetafel des Clubs wird wohl künftig keine Spielstände mehr anzeigen. Sie wird derzeit in Räumen der städtischen Entwicklungsgesellschaft GIU zwischengelagert. Verein und Fans hatten versucht, die über 30 Jahre alte Tafel mit Spenden ins neue Stadion zu retten. Doch da es keine Ersatzteile gibt, sind die Kosten für einen Wiedereinbau im neuen Stadion einfach zu hoch, gab der Club bekannt.

 

Fans können die Abrissarbeiten live über eine Webcam beobachten, die an einem Flutlichtmast installiert ist und einen guten Überblick liefert.

 

saarbruecken.de

 

/ludwigsparkstadion

 

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