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»M'r sin nit so« lacht über Guttenberg

Saarbrücken. Die Warnung des Sitzungsleiters Björn Busch bei der Fernsehsitzung der großen Saarbrücker Karnevalsgesellschaft „M’r sin nit so“ in der Saarbrücker Saarlandhalle kam gerade noch rechtzeitig. „Jetzt kommt der Mann mit der roten Jacke und dem schwarzen Hut, begrüßen Sie Schorsch Seitz“, so der Moderator.

Umweltministerin Simone Peter (Grüne), den Fraktionsvorsitzeinden der SPD Landtagsfraktion Heiko Maas und die übrigen Politprominenz im Publikum, meint Busch, sollten jetzt besser aufpassen. Bestimmt stünden sie gleich im Fokus des Künstlers. Zunächst zielte Seitz aber auf die Spitzenpolitiker, die überhaupt nicht in die Saarlandhalle gekommen sind: „Peter Müller macht es wie so viele CDU-Ministerpräsidenten, er rennt vor Angie Merkel davon.“ Dieser Gag gipfelt in der Rock-Hymne von Queen, „We will rock you“, die er auf „Mir hann all känn Bock meh“ umgetextet hat. Für den Mann mit der Gitarre ist es schon sicher: Müller wird Bundesrichter und löst damit die Schuldenprobleme des Saarlandes. Auch auf Bundes-Verteidigungsminister und Nicht-Mehr-Doktor Karl Theodor zu Guttenberg zielte sein Spott. „Neulich kam Bundeskanzlerin Merkel mit einem Stapel Dokumente ins Verteidigungsministerium und fragte nach dem Kopierer, weil ihrer kaputt sei“, so Seitz. „Der ist grad beim Truppenbesuch in Afghanistan“, habe sie zur Antwort bekommen. Im saarländischen Kabinett, gebe es ja auch einen Doktor, den ebenfalls nicht anwesenden Wirtschaftsminister Christoph Hartmann. „Er ist wohl gerade auf dern
Entenjagd, weil er noch Gänsefüßchen für seine Doktorarbeit braucht.“

Auch Elfriede Grimmelwiedisch äußerte sich zu Guttenberg: „Der hat früher doch schon immer beim Doktorspielen geschummelt.“ Außerdem organisierte die Kultfigur der Saarbrücker Faasenacht ihre Teilnahme bei der königlichen Hochzeit in England: „Elisabeth, hann ihr nitt noch e Platz in da Kutsch frei?“, keifte sie ins Handy. Offenbar nicht und die Alternativen schienen auch nicht so gut zu sein. „Was, nur noch uff dem Pferd? Ich kann doch nitt gutt reiten.“ Klasse an kamen auch Jääb und Jolanda Jochnachel, ihre saarländische Version zu „Down by the River“ heißt „Kumm mol eriwwer“ und lässt sich prima mitsingen. Auch Matthias Schikofsky kam mit seinem Vortrag „Midlife-Crisis vom Vadder“ prima an, ebenso „M’r sin nit so“ Eigengewächs Fabienne Müller als „Fastnachtsprinzessin“.

Lieblingsverkleidung der Prominenz war übrigens die Richterobe. Rolf Linsler von den Linken im Landtag hatte sich eine rote ausgesucht, der Liberale Horst Hinschberger eine schwarze. Sein Landesvorsitzender Oliver Luksic war als Enterprise-Offizier Mr. Spock da, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz kam als Matradorin, Maas im Piratenlook. Die Landtagsfraktionen von CDU und Grünen waren nicht anwesend, Müller und Annegret Kramp-Karrenbauer hatten schon vor Wochen wegen anderer Termine abgesagt..

Auf einen Blick
Die Sitzung der „M’r sin nit so“ wird unter dem Titel „Alleh-Hopp!“ erstmals am Fetten Donnerstag, 3. März, ab 21 Uhr auf SR Fernsehen ausgestrahlt.
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