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Müll-Projekt: Schüler drehen Werbespot

Mit einem humorvollen Kino-Werbespot von Schülern des Mariengymnasiums soll die Bekanntheit des Saarbrücker „Dreck-weg-Telefons“ gesteigert werden. Das Projekt entspringt bürgerschaftlichem Engagement und funktioniert dank großzügiger Unterstützung eines Kino-Mannes.

Saarbrücken. Reklame im Kino soll Großes bewirken können, jedenfalls was den Absatz von allerlei Konsumartikeln angeht. Ob so ein Werbefilm aber auch helfen kann, Saarbrücken sauber zu halten? Vielen engagierten Menschen aus der Landeshauptstadt ist es jedenfalls einen Versuch wert. Demnächst werden die Besucher des Großkinos Cinestar in den drei großen Sälen einen Spot zu sehen bekommen, in dem die kostenlose „Dreck-weg-Hotline“ des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes (ZKE) beworben wird.

Die Service-Nummer (0800) 8885678 wird jedem empfohlen, dem auf öffentlichen Flächen Dreckecken oder Müllansammlungen auffallen. Der ZKE hat den Anspruch, solchen Hinweisen sofort nachzugehen und den Abfall innerhalb von 48 Stunden zu beseitigen beziehungsweise Verursacher-Ermittlung zu betreiben.

Drei Anrufe am Tag

Nach Worten von ZKE-Sprecherin Judith Pirrot wird das Telefon jeden Monat durchschnittlich 94 Mal in Anspruch genommen, also etwa drei Mal am Tag. „Das könnte mehr sein“, findet Pirrot und freute sich deshalb, gestern erstmals einen humorvollen Kurzfilm zeigen zu können, in dem ein superschicker und überzeugender „Telefon-Mann“ neben allerlei Sperrmüll tritt und „Wählt mich!“ sagt.
Hinter dem knallroten Telefonkopf steckt ebenso ein Zwölftklässler des Mariengymnasiums wie hinter dem ganzen Film. Er wurde von Schülern des Seminarfachs „Film Studies“ unter Anleitung von Eva-Maria Schoenen gedreht.
Die saarländische Umweltministerin und Schirmherrin Simone Peter sowie der Saarbrücker Umweltdezernent Kajo Breuer waren gestern bei der Premiere begeistert, dass die jungen Leute diese Arbeit in der Abiturvorbereitung auf sich genommen hatten.

Ein halbes Jahr lang


In hohen Tönen zu würdigen war auch das Engagement der drei Bürgerinitiativen Sauberes Molschd, Sauberes Burbach und Sauberes Alt-Saarbrücken, die sich das Filmprojekt ausgedacht hatten und dank Koordinator Frank Schmitz (Stadtteilbüro Malstatt) zu den Schülern fanden, die es dann auch vollendeten. Besonders wichtig für das Gelingen des Ganzen war es, den Cinestar-Leiter Michael Grundmann zu begeistern, auf dass er den Beitrag kostenlos zeige.
Grundmann will den „überraschend gut gemachten“ Film ein halbes Jahr lang laufen lassen, was dem Vernehmen nach einem Geldwert von sage und schreibe 40000 Euro entspricht. Für die Schüler gab es obendrein Freikarten. Und Hermine Schabbach (BI Sauberes Alt Saarbrücken) nutzte die Gelegenheit, neue Mitstreiter für mehr Sauberkeit in der Stadt zu werben: „Es ändert sich was, also lohnt es sich auch.“


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