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Müll und Wildschweine nerven in Dudweiler

Dudweiler. Es war im Januar dieses Jahres, als die Saarbrücker Zeitung von den Schwierigkeiten berichtete, die sich im Stadtbezirk Dudweiler – grob umrissen zwischen dem Alten Stadtweg und der Kalkofenstraße – auftun. Wildschweine waren es, die hier vermehrt ihr Unwesen trieben, Gärten umpflügten und Menschen teils sehr nahe kamen. Um Abhilfe zu schaffen, ging man auf weiten Strecken des etwa 150 Hektar großen Geländes dazu über, den Tieren Schutz und Unterschlupf zu nehmen und sie dadurch zu vertreiben. Die Dudweiler Jagdgenossenschaft und die Abteilung Landwirtschaft im Regionalverband Saarbrücken machten gemeinsame Sache. Sie entfernten vornehmlich kleine Bäume und Ginster in dem zugewucherten Gebiet.

Zersiedelung der freien Landschaft

Nun aber zeigen sich seit geraumer Zeit ganz neue Probleme, wie Michael Wagner, Jagdvorsteher in dem geschilderten Areal, im Gespräch mit der SZ verdeutlicht. Die Jagdgenossenschaft und die Jagdausübungsberechtigten, so Wagner, beobachteten mit Sorge die zunehmende Zersiedelung der freien Landschaft durch wilde Bebauung, durch Stallungen, Hütten und Zäune, die hier bestimmt nicht hingehörten. Dem Landesamt für Umwelt, das für die Einhaltung naturrechtlicher Belange zuständig sei, habe man die Misstände schon mehrmals aufgezeigt. Auch das Grünamt der Stadt Saarbrücken sei informiert. Überdies habe sich auch der Bezirksrat Dudweiler mit der unerfreulichen Zersiedelung und dem Abladen von Müll auf der Feldgemarkung befasst.

Michael Wagner dringt nun darauf, dass das gesamte Terrain planerisch erfasst, dass ein Konzept erstellt wird. Mit dem Ziel, Gebiete auszuweisen, auf denen Pferde- beziehungsweise Ziegenhaltung mit Stallungen und anderen Gebäuden möglich ist. Wobei andererseits auch die geregelte Jagdausübung gewährleistet sein müsse. Weil, so der Jagdvorsteher, die Wildschweine gerade wieder sehr verstärkt in Erscheinung treten. Robert Mertes, der Bürgerbeauftragte der Stadt Saarbrücken, erklärte auf SZ-Anfrage, dass bereits ein Tag nach dem Sommertour-Besuch von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz im August ein Ortstermin in dem besagten Gebiet stattgefunden habe. Es sei dafür gesorgt worden, dass ein Großteil des hier abgeladenen Mülls verschwand. Im Übrigen würden nun auch Gebäude überprüft, die möglicherweise ohne Genehmigung und damit illegal errichtet wurden. Mertes: „Alle notwendigen Maßnahmen wurden in die Wege geleitet.“ Wobei auch die Bauaufsicht involviert sei. Als die SZ kürzlich das Terrain besichtigte, tat sich aber mindestens ein Kuriosum auf: Direkt vor einem Hochsitz war eine offenbar brandaktuelle Einfriedung zu bewundern. Wie da ein Jäger Wildschweine abschießen soll, ist kaum nachvollziehbar.

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