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Müll wird für Völklinger wohl teurer

Von SZ-Redakteurin Doris Döpke

Völklingen. Eigentlich sollten die Beschlüsse schon über die Bühne sein: Ende September tagten die Vertreter des Entsorgungszweckverbandes Völklingen (EZV). Doch weil durch ein Versehen im Völklinger Rathaus die öffentliche Sitzung nicht öffentlich angekündigt war (wir haben bereits kurz berichtet), blieben die Vertreter unter sich – und konnten keine gültigen Beschlüsse fassen. Voraussichtlich am 16. November werden sie erneut zusammenkommen, wie Stadtpressesprecher Uwe Grieger auf SZ-Nachfrage mitteilte. Und werden sich dann noch einmal mit den Vorschlägen befassen, die Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsteher vorgelegt hat.

Der wohl wichtigste Punkt betrifft die Völklinger Abfallwirtschaftssatzung. Sie muss geändert werden, daran führt nach einem Urteil des saarländischen Oberverwaltungsgerichts (siehe Artikel unten) kein Weg vorbei: Dass für jede Restmülltonne mindestens zehn Leerungen im Jahr bezahlt werden müssen, fanden die Richter übertrieben – hatte doch der Kläger nur vier beziehungsweise sechs Leerungen im Jahr benötigt.

Der Verwaltungsvorschlag sieht nun vor, dass die Zahl der jährlichen Mindestleerungen auf sechs gesenkt wird, bereits rückwirkend für 2011. Wer einen Einpersonenhaushalt führt, in dem besonders wenig Müll anfällt, kann fürs aktuelle Jahr schriftlich beantragen, nur drei Mindestleerungen bezahlen zu müssen.

Für 2012 soll zudem eine Neuerung eingeführt werden. Bisher war die 120-Liter-Tonne das kleinste verfügbare Abfallgefäß – künftig können die Völklinger stattdessen eine 80-Liter-Restmülltonne wählen. Mindestens sechs Leerungen sind auch hier zu bezahlen. Wiederum soll für Einpersonenhaushalte eine Ausnahme gelten: Auf schriftlichen Antrag sollen ihnen nur vier Mindestleerungen in Rechnung gestellt werden.

Für Völklinger, die weniger streng Müll trennen und vermeiden – oder das nicht können, weil in ihrem Haushalt mehr Menschen leben –, hat die Änderung freilich einen Haken: „Die Umsetzung des Urteils, der Neubau des Wertstoffhofes sowie die allgemeinen Kostensteigerungen machen eine Neukalkulation der Abfallgebühren notwendig“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Im Klartext: Für viele Bürger wird die Müllentsorgung teurer (siehe „Auf einen Blick“).


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