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Müller schwört Saarländer auf schweres Jahr ein

Saarbrücken. Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hat die Saarländer angesichts der Folgen der Wirtschaftskrise auf ein schweres Jahr 2010 eingestimmt. Das neue Jahr werde wie das vergangene vor allem von der Krise bestimmt sein, sagte Müller in seiner vorab von der Staatskanzlei in Saarbrücken veröffentlichten Neujahrsansprache. „Die Dimension dieser Krise ist einmalig: Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ging die volkswirtschaftliche Wertschöpfung innerhalb eines Jahres um rund fünf Prozent zurück“, sagte Müller. Es sei gelungen, mit Konjunkturprogrammen und der Kurzarbeit die Folgen abzumildern.

„Dennoch dürfen wir uns keinen Illusionen hingeben“, sagte Müller. Die Krise sei nicht überwunden. „Im Gegenteil: Wir haben allenfalls die Talsohle erreicht. Viele Folgen werden uns erst 2010 in aller Härte treffen. Der Wiederaufstieg wird lange dauern.“ Dabei werde auch die Zahl der Arbeitslosen an der Saar auf bis zu 50 000 steigen. „Ich bin aber fest davon überzeugt: Wenn alle Beteiligten sich ihrer Verantwortung stellen, kann diese Zahl deutlich unterschritten werden“, sagte Müller. „Gemeinsam mit den Tarifpartnern wollen wir um jeden Arbeitsplatz in unserem Land kämpfen.“

Müller mahnte erneut einen Ordnungsrahmen für die internationalen Finanzmärkte an. „Er muss dringend geschaffen werden. Notwendig ist aber auch ein Umdenken bei Zielen der wirtschaftlichen Eliten“, ergänzte der Regierungschef. „Bonuszahlungen in Rekordhöhe trotz Bankenkrise, nicht nachvollziehbare Vorstandsgehälter, Millionenbezüge bei nur kurzfristiger Tätigkeit wer sich so verhält, untergräbt das Vertrauen in unsere politische und wirtschaftliche Ordnung. Er legt die Axt an die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Dies kann und darf nicht hingenommen werden.“ 
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