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Müller verabschiedet Saarlandbrigade

Lebach. Ministerpräsident Peter Müller hat sich "zuversichtlich" geäußert, dass das Saarland auch nach der anstehenden Bundeswehrreform ein Bundeswehrstandort bleiben werde. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wisse, dass die Verbundenheit der Saarländer mit der Bundeswehr "besonders eng" sei. "Und das sollte eine Grundlage der Standort-Entscheidungen sein", sagte Müller gestern in Lebach bei der Verabschiedung von Soldaten der Luftlandebrigade 26 in deren größten bisherigen Einsatz. Müller rechnet mit einer Standort-Entscheidung im Januar.

640 Soldaten aller Standorte der Brigade gehen im Januar nach Afghanistan. Sie werden sechs statt bisher vier Monate bleiben. Es handelt sich nach Angaben der Brigade nur um Zeit- und Berufssoldaten, nicht um Reservisten. Das Kontingent solle verstärkt die afghanische Armee befähigen, die Verantwortung für die Sicherheit im Land zu übernehmen, sagte Brigadekommandeur General Eberhard Zorn.

450 Soldaten kommen aus dem Bataillon 263 in Zweibrücken; sie wurden bereits dort verabschiedet. Sie werden im Raum Kundus eingesetzt. "Schwerpunkt wird die Ausbildung der afghanischen Armee und der Schutz der Bevölkerung sein", sagte Zorn. Dahinter stehen gemeinsame Kampf- und Gefechtseinsätze.

Der zweite Schwerpunkt ist laut Zorn die Begleitung des Aufbaus der afghanischen Armee in so genannten "Operational Mentoring and Liaison-Teams" (OMLT) ebenfalls im Raum Kundus. Dazu stellt das Bataillon 261 aus Lebach 41 Soldaten, viele davon mit Führungserfahrung. Außerdem stellt Lebach zwei Sicherungs-Züge mit 60 Soldaten für ein Panzergrenadierbataillon in Masar-i-Sharif.

General Zorn würdigte die Soldaten, die in den bisherigen Einsätzen "robust, klaglos und vorbildlich" ihren Dienst verrichtet hätten. "Der Einsatz bleibt gefährlich. Verwundung und Tod waren auch 2010 ständige Begleiter."

Zeitgleich mit der Verabschiedung legten zum wahrscheinlich vorletzten Mal Rekruten ihr Gelöbnis bei der Brigade ab. Die knapp 200 jungen Männer aus Ausbildungskompanien in Lebach, Merzig und Zweibrücken dienen sechs Monate. Die Wehrpflicht soll im Juli ausgesetzt werden.

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