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Müllstreife erwischt 2300 Dreckspatzen

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Saarbrücken. Kaum ein Herrchen oder Frauchen lässt seinen Hund noch von der Leine, wenn sie ihn auf dem Eschberg in dem kleinen Park zwischen Spreeund Saalepfad ausführen. Erledigt ein Vierbeiner sein großes Geschäft, dann ist auch meist ein Tütchen zur Hand, um den Haufen zu entsorgen. Nur hier und da liegen ein paar ausgetretene Kippen, die achtlos auf den Boden geworfen wurden. Aber im Großen und Ganzen ist die Gegend sauber. Und dass dies so ist, ist auch das Verdienst von Alexandra N. und Michael K., zwei von zwölf Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), der dem Ordnungsamt untersteht. Alexandra N. berichtet: „Ich mache das jetzt seit 2007, und die Zahl der Verstöße war damals noch weitaus größer als heute.“ Sie vermutet: „Es hat sich halt rumgesprochen, dass wir uns um Sauberkeit und Ordnung kümmern.“ Nicht nur auf dem Eschberg. N. und K. sind auch in Ensheim, Eschringen und Bübingen unterwegs. Auffallend sind auf dem Eschberg nur noch die unzähligen Graffiti. Auf Stromkästen, Mauern, Pfeilern – einfach überall. Oft mit dem Kürzel „ESK“ das bei den KOD-Mitarbeitern mittlerweile für „Eschberger Sauklaue“ steht. Solche Vergehen ahnden sie jedoch nicht. „Das ist eine Straftat, und da müssen wir immer die Polizei einschalten“, sagt N. Mit der funktioniere die Zusammenarbeit ebenso gut wie mit dem Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE). Im Rahmen des Programms „Sauberer ist Schöner“ haben die beiden Institutionen oft miteinander zu tun. Ist zum Beispiel am Containerplatz am Brandenburger Platz wieder mal was liegen geblieben, was da nicht hingehört, genügt ein kurzer Anruf, und der ZKE entsorgt dies binnen kürzester Zeit. Aber auch andersrum funktioniert die Zusammenarbeit. „Wenn wir die Vermutung haben, dass noch ein Verursacher ermittelt werden kann, dann rufen wir den KOD“, berichtet Judith Pirrot vom ZKE. Auf der Infostreife fielen zum Beispiel zwei Papiertonnen auf. Deren blaue Deckel standen schon halb offen, so dass gleich offensichtlich war, dass was nicht stimmt. Die zwei großen blauen Mülltüten gehören dort nun wirklich nicht hinein. Und deren Inhalt auch nicht. Tapeten bestehen zwar zum Großteil aus Papier, doch spätestens wenn sie von der Wand abgekratzt wurden, gelten sie als Restmüll und müssen in die schwarze Tonne. Auch eine Tabakdose findet sich noch nach kurzer Zeit. Sie wäre ein Fall für den gelben Sack. Stadtweit gibt es allerdings noch einiges mehr zu tun, für die zwölf KOD-Mitarbeiter. Seit ihre Zahl von acht auf zwölf aufgestockt wurde, hat sich die Zahl der geahndeten Ordnungswidrigkeiten von rund 800 auf gut 2300 fast vervierfacht, bilanziert Stadtsprecher Thomas Blug.
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