A62 Landstuhl Richtung Nonnweiler Parkplatz Sötern Parkplatz geschlossen, gesperrt für LKW bis 24.08.2017 07:00 Uhr ab 22.08.2017, 17:00 Uhr (22.08.2017, 14:28)

A62

Priorität: Dringend

19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Müllsünder adieu: Ordnungsdienst greift in Saarbrücken durch

Der Ordnungsdienst leistet gute Arbeit, findet Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Denn die Mitarbeiter erwischen Müllsünder oder Bürger, die ihre Hunde nicht anleinen, auf frischer Tat und können gleich ein Bußgeld kassieren.

Der Ordnungsdienst leistet gute Arbeit, findet Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Denn die Mitarbeiter erwischen Müllsünder oder Bürger, die ihre Hunde nicht anleinen, auf frischer Tat und können gleich ein Bußgeld kassieren.

Saarbrücken. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) greift durch: 1415 Bußgeldverfahren haben die zwölf Mitarbeiter in diesem Jahr bereits gegen Bürger verhängt. Die hatten ihren Hund nicht angeleint, Zigarettenkippen einfach auf die Straße geworfen oder Kaugummis in der Bahnhofstraße auf den Boden gespuckt. So steht es in einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der CDU-Stadtratsfraktion.

50 000 Euro Einnahmen gegen  425 000 Euro Ausgaben

Die Stadt rechnet mit rund 2000 Vergehen bis zum Jahresende. Reich werde die Stadt dadurch aber nicht, teilte Pressesprecher Thomas Blug mit. Bei einem durchschnittlichen Bußgeld von 25 Euro kämen höchstens 50 000 Euro zusammen. Die Kosten liegen dagegen bei 425 000 Euro.

Im Hauptausschuss des Stadtrates gab es am Dienstag viel Lob für den Ordnungsdienst. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Sobald die Mitarbeiter losgehen, haben wir plötzlich ganz tolle Bürger.“ Dann werfe keiner mehr etwas auf den Boden. Der Einsatz des KOD habe sich bisher gelohnt, er sei jetzt in der Innenstadt viel präsenter. Die zwölf Mitarbeiter sind in zwei Schichten in der Innenstadt bis 22 Uhr im Einsatz. Auch Sachgebietsleiter Martin Alt lobte den Ordnungsdienst: „Es wird nicht mehr so viel weggeworfen.“

Hundekot: 20 Euro

Und an den Containerstandorten werde weniger Müll abgeladen. Wenn der Ordnungsdienst Müllsünder oder andere Übeltäter erwische, würden die zur Kasse gebeten. Oder sie bekommen den Bußgeldbescheid zugeschickt. Wer seinen Hund nicht anleint, muss zum Beispiel 25 Euro zahlen, wer Müll auf die Straße wirft, ist mit 15 Euro dabei. Für die illegale Sperrmüllentsorgung werden, je nach Vergehen, zwischen 50 und 300 Euro fällig. Und wer den Hundekot seines Vierbeiners liegen lässt, muss 20 Euro zahlen.

Alt sagte: „Die Arbeit ist sehr aufwändig. Wir müssen oft die Polizei rufen.“ Die Zusammenarbeit klappe aber sehr gut. Mit 776 Bußgeldverfahren ist der Stadtteil St. Johann klar an der Spitze. Vor allem mit Müll und gelben Säcken gibt es große Probleme. Rund 550 Vergehen ahndete der KOD im gesamten Stadtgebiet. 293-mal waren Hunde nicht angeleint. Unter dem Punkt „Sonstiges“ in der Statistik entfielen von den 320 Vergehen allein 90 Prozent auf die weggeworfenen Zigarettenkippen, sagte Alt.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein