A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

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Müssen Saarlands Kliniken um Ihre Existenz fürchten?

Saarbrücken. Die saarländischen Krankenhäuser sehen ihre Existenz gefährdet. In einem Brandbrief wies der Verband der Krankenhausträger im Saarland, die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG), darauf hin, dass die steigenden Kosten durch die Budgetsteigerungen nicht mehr aufgefangen werden können. „Irgendwann geht das Licht aus“, bringt es Alfons Vogtel, Vorstandschef der SKG und Geschäftsführer der SHG-Klinikgruppe, auf den Punkt. Vogtel zufolge sind im vergangenen Jahr alleine die Personalkosten um 2,9 Prozent gestiegen, während das Budget nur um 0,51 Prozent angepasst wurde. „Wir sind nicht mehr in der Lage, diese Steigerungen auszugleichen.“

Josef Mischo, Vorsitzender der Ärztekammer und Chefarzt am Kreiskrankenhaus St. Ingbert, sieht bei Krankenhäusern kaum noch Manövriermasse: Gerade im Personalbereich seien die Krankenhäuser am Limit angelangt, weshalb einigen die Schließung drohe. „Was das für die Versorgung bedeutet, ist offen.“ AOK-Saarland-Chef Karlheinz Delarber dagegen sieht dagegen im Saarland noch immer eine Ausstattung auf hohem Niveau: „Man muss die Situation nüchtern sehen: Wir sind im Saarland mit Krankenhäusern nicht unterversorgt.“ Er geht davon aus, dass durch stärkere Spezialisierung noch deutliches Sparpotenzial gehoben werden könnte: „Man darf sich schon die Frage stellen, ob in 19 von 21 saarländischen Kliniken Knie- und Hüftoperationen ausgeführt werden müssen.

Die SKG fordert eine Änderung der Krankenhausfinanzierung und kann dabei auf die Hilfe des saarländischen Gesundheitsministers Andreas Storm (CDU) zählen. „Die Sicherstellung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung ist eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Anliegen“, sagt Storm und unterstreicht, dass sich das Saarland einem Antrag Bayerns im Bundesrat angeschlossen hat, das Vergütungsrecht für Krankenhäuser neu zu ordnen.

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