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Musiksommer soll auch im Jahr 2017 mit südeuropäischem Flair aufwarten

Giovanni Zarella  ist schon oft in Homburg aufgetreten.

Giovanni Zarella ist schon oft in Homburg aufgetreten.

Nicht ganz eine Woche ist es her, seit der Homburger Musiksommer mit Italien eine kurzweilige Verbindung eingegangen ist – und damit ist wohl jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um mit ein bisschen Distanz ein Fazit zu ziehen. Und das vor allem mit Blick in die Zukunft. Denn: Auch wenn es nirgendwo in Worte gefasst war, galt bei vielen Besuchern das Format „Musiksommer trifft Italien“ auch ein klein wenig als Ersatz für die entfallene Festa Italiana . Über deren Neustart wurde nicht erst am vergangenen Wochenende spekuliert. Nicht ohne Grund, haben beide Veranstaltungen doch eines gemeinsam, in beiden Fällen machte Theiss Naturwaren das Programm finanziell möglich.

 

Da musste an das Unternehmen schon die Frage gestellt werden, wie es weitergeht und ob das vergangene Wochenende nicht möglicherweise eine Art Blaupause für den Neustart der Festa in kleinerem Rahmen gewesen sein könnte. Die Antwort darauf gab Joachim Rippel , der das Homburger Unternehmen berät. Vorab sprach Rippel den Veranstaltern aus Reihen der Stadt Homburg und der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt Lob für das lange Wochenende in den Nationalfarben Italiens aus. „Meines Erachtens ist die Veranstaltung sehr gut gelaufen, man hat die Chance genutzt, dieser Musiksommer wurde gut angenommen.“ Man sei weiterhin gerne bereit, ein solches Format zu unterstützen. Aber: „Theiss Naturwaren macht sich derzeit keine Gedanken darüber, die Verantwortung für diese Veranstaltung zurückzunehmen.“ Das heißt wohl im Klartext: An eine Wiederbelebung der Festa Italiana ist Stand jetzt nicht gedacht. Es sei Sache der Stadt, wie sich „Musiksommer trifft Italien“ in der Zukunft entwickele, meint Rippel.

 

Damit liegt der Ball im Feld von Stadt und Interessengemeinschaft Homburger Altstadt und so auch vor den Füßen von Raimund Konrad, dem ehrenamtlichen Kulturbeigeordneten. Bei ihm laufen in Sachen Musiksommer alle Fäden zusammen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung gestern verdeutlichte Konrad sein Interesse, auch im kommenden Jahr wieder den Musiksommer auf Italien treffen zu lassen. Mit Beginn der Planungen für das kommende Musiksommer-Jahr werde er in dieser Angelegenheit auch das Gespräch mit Theiss Naturwaren suchen. Noch völlig unklar sei bei einer zweiten Auflage der zeitliche Rahmen, falle 2017 der für die Veranstaltung wichtige Feiertag Mariä Himmelfahrt doch auf einen Dienstag. Ob man dann trotzdem schon am Samstag anfange oder sich rein auf den Feiertag konzentriere, das könne er gegenwärtig noch nicht sagen, „das ist alles noch völlig unausgegoren“.

 

In jedem Fall werde man aber an den Bühnenzeiten arbeiten und die Auftritte der Band mehr in den Abend verlegen. Aus seiner Sicht sei hingegen keine Änderung beim gastronomischen Angebot nötig, dies sei mit dem Potenzial der Wirte von Marktplatz und Saarbrücker Straße völlig ausreichend. Eben die Wirte selbst hätten im Gespräch mit ihm eine positive Schlussrechnung des ersten deutsch-italienischen Musiksommers gezogen. Konrads grundsätzlicher Ausblick auf eine mögliche Wiederholung von „Musiksommer trifft Italien“: „Wir werden da nichts auf den Kopf stellen.“

 

Bleibt noch eine Sache zu klären, was aus dem Homburger Klassik-Open-Air wird? Das war seit einigen Jahren Teil der Festa Italiana und fiel in diesem Jahr, ebenso wie das deutsch-italienische Freundschaftsfest, aus. Ob diese Großveranstaltung eine Zukunft habe, hinge von externen Sponsoren ab. Allein sei die Stadt laut Konrad nicht in der Lage, ein solches Konzert zu finanzieren. „Aber ich würde diese Veranstaltung schon gerne machen, dann allerdings wieder auf dem Christian-Weber-Platz und nicht auf dem historischen Marktplatz.“  
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