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Mutmaßlicher Bankräuber von Martinshöhe in Kroatien gefasst

   Die kroatische Polizei hat den mit internationalem Haftbefehl gesuchten mutmaßlichen Bankräuber der Kreissparkassenzweigstelle Martinshöhe im kroatischen Milna festgenommen. Die Verhaftung erfolgte bereits am Freitagnachmittag, wie das Polizeipräsidium Westpfalz gestern mitteilte.

„Nach der Einleitung einer internationalen Fahndung durch die Staatsanwaltschaft Zweibrücken konnte der aus dem Saarland stammende mutmaßliche Räuber am Freitag gegen 14 Uhr aufgrund gezielter Informationen an die kroatische Polizei in der Stadt Milna festgenommen werden. Die genauen Umstände der Festnahme sind noch nicht bekannt“, heißt es im Pressebericht der Polizei. Der Mann stehe im dringenden Tatverdacht, die Bankfiliale am 18. und 29. Juli überfallen und jeweils mehrere tausend Euro erbeutet zu haben. „Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung war der 28-Jährige im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung ins Visier der Ermittler geraten. Er ist bereits wegen ähnlicher Vorfälle strafrechtlich in Erscheinung getreten“, heißt es weiter im Pressebericht.

Wolfgang Denzer, Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz bedauerte auf Merkur-Nachfrage, derzeit keine ergänzenden Angaben zur Sache machen zu können. Denzer: „Im Augenblick laufen die Auslieferungsmodalitäten. Wie schnell das alles geht, kann niemand sagen, da müssen wir einfach abwarten.“

Für die Dorfbevölkerung von Martinshöhe sind weniger die Banküberfälle, dafür verstärkt die Vermutungen über den Täter ein Gesprächsthema gewesen. Ortsbürgermeisterin Barbara Schommer bestätigte, dass Banküberfälle, laufende Ermittlungen und insbesondere die Fahndungsfotos ein Dorffestthema gewesen sind. Ihr Kommentar zum Fahndungserfolg: „Da fällt mir aber echt ein Stein vom Herzen, da kann die Bank ja getrost am Dienstag wieder öffnen.“

Sicher scheint, dass die Hinweise aus der Bevölkerung ganz wesentlich zum Ergreifen des Täters führten. Wie Denzer mitteilte, bedient sich die Polizei auch sozialen Netzwerken wie Facebook. Dort seien die Fahndungsbilder verlinkt gewesen.

Ortsbürgermeisterin Schommer hat gehört, dass der Tatverdächtige über längere Zeit im Nachbarort Gerhardsbrunn gewohnt haben soll. Nach Merkur-Informationen erkannten bereits bei der Veröffentlichung des ersten Fahndungsbildes junge Zeitungsleser und Facebook-Nutzer den 28-Jährigen.
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