L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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Mutter des fast verhungerten Babys bekommt Bewährung

Saarbrücken. Hinter verschlossenen Türen hat das Landgericht gestern über den Fall einer Mutter geurteilt, deren neun Monate alter Sohn vor rund einem Jahr fast verhungert ist. Der Kleine war am 6. Januar 2010 als Notfall in die Saarbrücker Winterbergkliniken gekommen. Er war bis auf die Knochen abgemagert, wund und von Hautpilzen befallen. Der Junge wurde gerettet, lebt nun in einer Pflegefamilie.
Seine Mutter wurde jetzt wegen Kindesmisshandlung zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Vom Vorwurf des versuchten Totschlags durch Unterlassen wurde sie freigesprochen, wie die Sprecherin des Gerichts erklärte. Nach dem Ergebnis der zum Schutz der Betroffenen nicht öffentlichen Verhandlung sei die Angeklagte zur Tatzeit nicht voll schuldfähig gewesen – wegen ihrer verzögerten persönlichen Reifeentwicklung und wegen einer akuten, schweren depressiven Episode.
Die Situation damals habe sie total überfordert, sagte der Verteidiger der 20-Jährigen. Sie lebte mit dem Kind allein in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. An Weihnachten 2009, als die Oma des Kleinen zu Besuch war, sei alles noch in Ordnung gewesen. Doch dann geriet alles aus den Fugen. Auslöser dafür war wohl die Anfechtung der Vaterschaft durch den mutmaßlichen Vater. Dies scheint die junge Frau stark mitgenommen zu haben. Sie ging offenbar nicht mehr vor die Tür, igelte sich mit ihrem Baby zu Hause ein. Am 6. Januar habe sie dann mit ihrer Mutter telefoniert und gesagt „komm schnell“. Die Oma des Kleinen fand eine total verwahrloste Wohnung und ein fast totes Baby. Sie rief den Notarzt und rettete so das Kind. wi



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