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Mutter und Vater erschlagen: Lebenslange Haftstrafe für Saarländer bestätigt

Symbolfoto.

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Rund fünf Monate nach dem spektakulären Strafprozess gegen einen Saarländer, der seine Eltern mit einem Hammer erschlagen hat, ist das Urteil der Saarbrücker Richter rechtskräftig geworden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Entscheidung vom Oktober 2014 abgesegnet und die damals verhängte lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten bestätigt.

Nach Feststellung der Richter hat der 35 Jahre alte Mann seine Mutter und seinen Vater im April 2014 umgebracht. Die Familie wohnte damals in einem schmucken Einfamilienhaus im Villenviertel am Saarbrücker Rotenbühl. Dort lebte der Sohn auf Kosten seiner Eltern in einer total vermüllten Wohnung im Keller. Er habe seit Jahren nicht gearbeitet. Wenn er Geld brauchte und keines bekam, habe er es gestohlen. Sogar Teile des Familienschmuckes soll er versetzt haben. Am Ende sollen die Eltern so in finanzielle Not geraten sein.

Die Richter weiter: Am Nachmittag vor der Bluttat habe die Mutter des Angeklagten mit einer Enkelin telefoniert. Die 69-Jährige habe erzählt, dass sie noch nicht einmal mehr Geld für einen Urlaub hätten. Kurze Zeit später müssen Mutter und Sohn in Streit geraten sein. Eventuell stellte die Frau den 35-Jährigen zur Rede. Der Sohn sei ausgerastet, habe seine Mutter gewürgt und mit einem Messer auf sie eingestochen. Dann habe er ihr eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und mit einem Hammer 17 Mal zugeschlagen.

Kurze Zeit später sei der 70 Jahre alte Vater nach Hause gekommen und habe die Bluttat entdeckt. Deshalb habe ihn sein Sohn mit einem Hammer erschlagen. Rund 20 Schläge trafen den Mann an Kopf und Gesicht. Die Leichen habe der Angeklagte in Plastik eingewickelt und in einem verborgenen Kellerraum abgelegt. Von dem Geld des toten Vaters habe er Reinigungsmittel und Werkzeug gekauft. Damit wollte er nach Ansicht der Richter die Spuren der Taten beseitigen. Aber so weit kam es nicht. Angehörige meldeten die Eltern als vermisst. Polizisten durchsuchten deren Anwesen, fanden zunächst nur Spuren der Bluttat und erst später die Leichen. Der 35-Jährige wurde festgenommen. Er schweigt seitdem gegenüber Ermittlern und Justiz.

 
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