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Nabu sucht Schwalbenfreunde

Junge Schwalben verlangen nach Futter. Foto: dpa

Junge Schwalben verlangen nach Futter. Foto: dpa

. Die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, die im Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren im Saarland rückläufig, sagt Nabu-Schwalben-Expertin Teresa Feld. Deshalb starte der Naturschutzbund das Schwalben-Projekt, das von Saartoto gefördert werde. „Schwalben sind die Vorboten des Sommers! Ihr fröhliches Gezwitscher lässt gute Laune aufkommen“, so Nabu-Schwalbenexperte Rolf Klein.

Wenn sie hoch stiegen, sei mit gutem Wetter zu rechnen. Als Insektenvertilger sorgten sie dafür, dass die Natur im Gleichgewicht bleibe. Doch Feldwege, Einfahrten und Dorfplätze seien zunehmend versiegelt, sodass die Schwalben keinen Lehm zum Nestbau mehr fänden. An modernen Fassaden hafteten die Nester nicht mehr oder würden sogar von den Hauseigentümern abgeschlagen. In Stallungen seien sie aus Hygienegründen oft unerwünscht. In der intensiv genutzen Ackerlandschaft gebe es nur noch wenige Insekten als Nahrung.

Die Uferschwalben litten unter dem Verbau der Gewässer sowie unter Störungen und Zerstörungen an ihren Nistplätzen.

„Zunächst einmal möchten wir wissen, wann die Schwalben eintreffen und wo sie nisten“, sagt Nabu-Chef Ulrich Heintz. Er ruft die Bevölkerung daher zur Mithilfe an dem Projekt auf. Er bittet darum, das Eintreffen der Schwalben sowie ihre Niststandorte über Internet zu melden. In einem zweiten Schritt gehe es dann um die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Schwalben.

Leider gingen immer mehr Kolonien verloren, weil alte Gebäude renoviert oder abgerissen würden. Dabei sei der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalbennester dürften nicht entfernt werden. Wer sie dennoch zerstöre, müsse Ersatz schaffen. „Wir möchten aber nicht mit Paragrafen drohen“, sagt Heintz, „sondern gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Gegen die Verschmutzung einer Hausfassade helfe ein einfaches Kotbrettchen, sagt Heintz. Wenn die Nester nicht hielten, könne man einen Rauhputzstreifen oder ein mit Draht überzogenes Nistbrettchen anbringen. Ist in der Nähe kein offener Lehmboden vorhanden, lasse sich eine Lehmpfütze auch künstlich anlegen, so Klein. Oder man versucht es mit einem Kunstnest.

Der Nabu werde mit dem Umweltministerium Hausbesitzer auszeichnen, die einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisteten, betont Heintz. Wer Schwalbennester am Haus habe, könne auf Antrag eine Plakette „Schwalben willkommen“ beim Nabu erhalten. Zudem könne er ein hochwertiges Kunstnest zur Erweiterung der Kolonie an seinem Haus anbringen.

schwalbenwillkommen-

nabu-saar.de

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