Saarland, Saarlouis, B 51 Umgehungsstraße Ensdorf Saarlouis, in Höhe AS Lisdorf, Gefahr durch eine Unfallstelle, Verkehr wird an der Unfallstelle vorbeigeführt (09:16)

B51

Priorität: Dringend

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Nach 1:4 beim VfL Osnabrück: FCS bleibt Tabellenletzter

Der FCS musste am Samstag (08.02.2014) beim VfL Osnabrück die fünfte Niederlage in Serie einstecken.

Der FCS musste am Samstag (08.02.2014) beim VfL Osnabrück die fünfte Niederlage in Serie einstecken.

„Im Verein ist alles besser geworden“, zog Milan Sasic, Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken, bei einer Pressekonferenz vergangenen Donnerstag Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. Eine Ansicht, die nicht alle im Umfeld des Vereins teilen. Sasics Ergänzung „außer die Punkte“ ist nach der 1:4 (0:1)-Niederlage am Samstag beim VfL Osnabrück unbestritten richtig. Den FCS trennen nach einer indiskutablen Vorstellung neun Punkte von einem Nichtabstiegsplatz. „Wir sind aufgetreten wie ein Absteiger“, sagte Außenverteidiger Juri Judt.

Dabei waren die ersten 20 Minuten noch die besten. Zumindest in der Defensive stand der FCS einigermaßen stabil. Weil aber das eigene Aufbauspiel immer wieder durch teils haarsträubende Abspielfehler keine Entlastung brachte, wurde der Druck der Hausherren immer größer. Nach 27 Minuten leitete ein Ballverlust von Julien Humbert eine Fehlerkette ein, an deren Ende Adriano Grimaldi mit einer sehenswerten Flugeinlage das 1:0 für den VfL markierte. Bis zur Pause hatten die Osnabrücker fünf hochkarätige Möglichkeiten, um nachzulegen. Alleine Judt musste dreimal kurz vor oder auf der Torlinie retten.

Die 400 mitgereisten FCS-Fans stellten ihre Anfeuerung nach dem Gegentreffer ein. Auf einem Spruchband hatten sie vor dem Anpfiff das Team aufgefordert, „unseren Verein und eure Ärsche“ zu retten. Der überraschende Ausgleich von Taku Ishihara (56. Minute) ließ die Blau- Schwarzen zumindest für drei Minuten auf dieses Wunder hoffen. Eine Freistoßflanke von Humbert hatte der eher schwache Neuzugang Mounir Chaftar abgelegt, Ishihara mit einem satten Schuss vollendet. Doch die Wende blieb aus. Osnabrück schaltete einen Gang hoch und der FCS kam nicht mehr mit.

Martin Forkel auf der Sechser- Position kämpfte zumindest, war aber oft einen Schritt zu langsam. Manuel Zeitz wirkte total verkrampft. Innenverteidiger Florian Ballas verlor nach einigen Fehlern völlig den Faden, und sein erfahrener Nebenmann Kevin Pezzoni musste sich fragen lassen, wie er 80-Erstliga- und 31 Zweitligaspiele bestreiten konnte. „Wir haben einfach Scheiße am Fuß“, sagte der Ex-Kölner, „und eine große Last auf dem Rücken. Es ist einfach deprimierend.“ Grimaldi (59./87.) und Sebastian Neumann (70.) trafen für Osnabrück zum 4:1-Endstand. Bei konsequenterer Chancenverwertung wäre vor 7100 Zuschauern – darunter auch FCS-Präsident Hartmut Ostermann – ein höheres Debakel möglich gewesen.

„Für die Mannschaft tut es mir leid“, sagte der Ex-Saarbrücker Andreas Glockner, der eingewechselt wurde und eine Torchance vergab, „aber zum Glück werden die Rechtschaffenden am Ende belohnt.“ Ein Seitenhieb auf seine Aussortierung beim FCS in der Winterpause. Sein Ex- Trainer Sasic ging derweil nach dem Spiel auf Distanz zur Leistung der von ihm zusammengestellten Mannschaft: „Das Wort heißt Abstiegskampf. Wenn du nicht absteigen willst, musst du kämpfen. Das habe ich vermisst. “

Die mitgereisten Fans machten bereits in Osnabrück am Zaun ihrem Ärger Luft. Befürchtungen, der Mannschaftsbus würde bei seiner Ankunft in Saarbrücken von aufgebrachten Anhängern erwartet, bestätigten sich nicht. Auch das Training am Sonntagmorgen verlief ohne Störung. Heute ist laut Trainingsplan frei.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein