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Nach Amoklauf: Das Saarland will Gewalttaten vorbeugen

Saarbrücken. Nach dem Amoklauf von Tim K. in Winnenden stellt sich auch für das Saarland die Frage, wie solche Bluttaten vermieden werden können. Das hiesige Kultusministerium hat bereits – wie die meisten Schulen in Deutschland – nach dem Amoklauf von Robert Steinhäuser im April 2002 in Erfurt reagiert. Seit 2003 sind in den Landkreisen und im Regionalverband Saarbrücken so genannte Schoolworker aktiv. Anfangs waren es 20 Sozialpädagogen, die an den Schulen Aufklärungsarbeit leisteten. 2007 hat das Ministerium die Stellenzahl auf 40 verdoppelt, heute sind es noch mehr. „Derzeit arbeiten 52 Schoolworker an 98 von 123 Schulen in der Sekundarstufe I“, sagt Annette Reichmann vom Kultusministerium.

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Darüber hinaus gibt es in den Landkreisen und im Regionalverband einen schulpsychologischen Dienst. Weiter werden die Schulleitungen im Saarland regelmäßig über das Thema Amoklauf informiert und für den Ernstfall geschult, zuletzt im Herbst 2008 in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt. Außerdem können die Schulen Hilfe beim Institut für Präventives Handeln in St. Ingbert erhalten, das sich laut Ministerium „der Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen verschrieben hat“. Fortbildungen für Lehrer in Sachen Gewaltprävention bietet das Landesinstitut Pädagogik und Medien. 2008 gab es dort zehn Fortbildungsveranstaltungen.

Für den Ernstfall gibt es an jeder Schule einen Sicherheitsbeauftragten und einen Notfallplan. Außerdem hat das Ministerium zusammen mit den Landespolizeibehörden Anfang 2007 einen Verhaltensleitfaden „in Bedrohungsfällen“ herausgegeben.

Kontrollen an den Eingängen der Schulen sind laut Aussage von Sprecherin Reichmann bislang nicht diskutiert worden.
tmo
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