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Nach Bau-Chaos: Luisenthaler Bahnsteig ist jetzt sicherer geworden

Der Bahnhof Luisenthal (Archivbild)

Der Bahnhof Luisenthal (Archivbild)

Freitagvormittag am Bahnhof Luisenthal : Ein Arbeiter holt einen Eimer Farbe aus dem Auto. Drinnen schweißt ein Kollege am Geländer. Auch Teerarbeiten sind noch im Gange. Die Hauptsache scheint allerdings geschafft. „Ich bin heilfroh, dass etwas passiert“, sagt Anwohner Heiko Schlang. Zusammen mit dem Luisenthaler Löschbezirksführer der Feuerwehr schauen wir uns auf der Baustelle um.

Der alte Betonüberbau am Treppenaufgang zu den Gleisen ist verschwunden. Er wurde durch eine moderne Metallkonstruktion ersetzt. Der neue Überbau ist schmaler als sein Vorgänger und lässt auf beiden Seiten mehr Platz zu den Gleisen. Dadurch wird der Bahnsteig sicherer. Bisher führten nur schmale Wege entlang der Bahnsteigkanten zum Fahrscheinautomat. „Verengter Bahnsteigbereich. Hier kein Aufenthalt!“, warnte deshalb ein Schild.

„Das ist eine klare Verbesserung“, sagt Schlang. Er freut sich über den Fortschritt, hätte sich aber eine bessere Kommunikation der Deutschen Bahn gewünscht. „Informationen gab es keine“, erklärt er mit Blick auf den Start der Arbeiten. Am Freitagabend voriger Woche seien die Handwerker angerückt, erinnert sich Schlang. Die ganze Nacht wurde durchgearbeitet, Presslufthammer-Lärm brachte die Anwohner um den Schlaf (wir haben berichtet). Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet gewesen, erklärt der Luisenthaler Bürger. Ab Montag seien die Züge dann wieder gefahren.

Auch die Stadtverwaltung wurde nicht ausführlich informiert. Laut Stadt-Pressesprecher Uwe Grieger sei Anfang November ein Hinweis auf „Bahnsteigarbeiten“ in Luisenthal eingegangen. Auf die Nachfrage wegen Details und die Bitte um eine Bestätigung habe der Absender bei der Bahn in Saarbrücken aber nicht reagiert. Und die Antwort auf eine SZ-Anfrage war ebenfalls wenig aufschlussreich.

Der Bahnsteig ist sicherer geworden, aber das Gebäude nicht attraktiver. Die ungepflegte Fassade bleibt wenig einladend, das Vordach im Eingangsbereich hat der Eigentümer mit Baustützen gesichert. Und den Weg zum Bahnsteig brauchen Rollstuhlfahrer wegen der Treppenstufen gar nicht erst anzutreten. Seit einer Auktion im April hat das Gebäude , an dem auch die Stadt interessiert war, einen neuen – privaten – Eigentümer.

Heiko Schlang wäre froh, wenn sich das Gebäude in der Hand der Stadt befände. Er hofft, dass sich der Bahnhof irgendwann zu einem kulturellen Mittelpunkt entwickeln wird. Vor allem aber hofft er, dass das Hauptproblem Luisenthals möglichst schnell gelöst wird: die schlechte Verbindung zwischen dem oberem und unterem Teil der Ortes. In der engen Bahnunterführung in der Altenkesseler Straße müssen Autofahrer und Fußgänger anein-ander vorbeikommen. Schlangs Lösungsvorschläge: Eine Aufweitung des Nadelöhrs oder der Bau einer Fußgängerbrücke über die Bahnlinie.

 
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