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Nach Bomben-Explosion in St. Wendel: Täter noch flüchtig

Unter einem Abfalleimer vor der gläsernen Eingangstür des einstigen Hela- und heutigen Globus-Baumarktes in St. Wendel ist eine Rohrbombe explodiert. Dabei demolierten umherfliegende Splitter und Nägel aus deren Innern das Gebäude und eine Holzhütte, die zum Weihnachtsbaumverkauf davor aufgestellt war. Schadenssumme: rund 3000 Euro. Passanten wurden bei der nächtlichen Detonation nicht verletzt.

Wie Sibylle Bay berichtet, ist indes nicht auszuschließen, dass dem Bombenleger selbst durch seine Tat etwas zugestoßen ist. Die Kriminalhauptkommissarin beim Landespolizeipräsidium in Saarbrücken: „Die Bombe hatte keinen Fernzünder. Also kann sich der Unbekannte beim Zünden verletzt haben.“ In einem Radius von 15 Metern richtete das Geschoss Schäden an. Mit welcher chemischen Substanz die Bombe, deren Gehäuse aus Metall war, gefüllt worden war, werde derzeit in chemisch analysiert. Bauanleitungen seien von Jedermann im Internet zu erhalten und leicht umzusetzen.

Für den Vorfall selbst, der sich bereits in der Nacht auf Samstag, 21. Dezember, ereignete, gebe es „keine Knallzeugen“, wie es laut Bay die Ermittler nennen. Erst am Morgen danach entdeckte ein Globus-Hausmeister das Ausmaß. Um „Panik unter den Kunden zu vermeiden“, habe die Polizei erst Tage später die Öffentlichkeit darüber informiert. Bay nochmal: „Wir gehen davon aus, dass sich die Explosion nicht gegen Kunden richtet.“ Darauf schließen die Beamten wegen der Tatzeit während der Nacht. Ein terroristischer Anschlag sei auszuschließen. Allerdings ist das tatsächliche Motiv zurzeit noch unklar, weil es keine Hinweise auf den Bombenleger gebe. Deshalb sucht die Polizei Zeugen. Unter anderem mangelt es an der genauen Uhrzeit, wann die Bombe hochging. Zwischen 20.15 Uhr am Freitag, 20. Dezember (nach Ladenschluss), und 7.30 Uhr am Folgetag muss sich der Zwischenfall zugetragen haben. Gleichzeitig sollten sich diejenigen melden, deren Auto eventuell durch Bombenteile ebenfalls beschädigt wurden.
Kontakt: Landespolizeipräsidium in Saarbrücken, Tel. (06 81) 9 62 21 33.
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