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Nach "Chaostage": Homburger Regisseur dreht neuen Film mit vielen Stars

Mit seinem Film „Chaostage“ sorgte Regisseur Tarek Ehlail schon für ziemlich viel Wirbel. Jetzt dreht er wieder und hat für seinen Film über den Kult-Kiez-Klub St. Pauli etliche Stars des deutschen Films verpflichtet, darunter Mario Adorf und Dominique Horwitz.

Homburg/Hamburg.
Seinen Geburtsort und die Stadt des Geschehens trennen nur ein Buchstabe, aber dafür mehr als 600 Kilometer. Tarek Ehlail stammt aus Homburg und dreht derzeit in Hamburg einen Film über den Kultverein St. Pauli, genauer gesagt dessen Fans. Er ist selbst einer, seit langem schon – und mit seiner Idee konnte er nicht nur seine Co-Produzentin Stephanie Blum überzeugen, sondern auch richtig große Nummern des Filmgeschäfts. Mario Adorf etwa, den Grandseigneur des deutschen Films, der in „Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor“ als Baldu eine Bierbude betreibt. 

Episodenfilm im Fan-Milieu

„Wir sind stolz, einige der besten deutschen Schauspielerinnen und Schauspieler für unseren Film gewonnen zu haben“, sagen die Macher dann auch stolz. Neben Adorf stehen beispielsweise Dominique Horwitz, Natalia Avelon, Moritz Bleibtreu und Claude-Oliver Rudolph vor Ehlails Kamera.

Dazu kommen jede Menge St.-Pauli-Fans, denn um die geht es ja letztlich. „Es ist ein Episodenfilm“, sagt Stephanie Blum. Und wie darin so üblich kreuzen sich die Geschichten der sechs Protagonisten. Ein Fußballspiel gibt die Klammer für die Handlung vor.

Der Film beginnt mit dem Anpfiff, zwischendrin sind immer wieder Szenen zu sehen – allerdings nur aus dem Fanblock, nicht vom Spielgeschehen.  Die wurden zum Großteil schon am Ende der vergangenen Bundesliga-Saison gedreht, einzelne Augenblicke aber auch mit Statisten, die jedoch ebenfalls echte Fans sind. „Wir wollten das authentisch haben. Diese bestimmten Gesänge, die Stimmung, das kann man nicht nachstellen.“

Die Idee zum Film stammt von Ehlail, der bereits mit seinem Kinodebüt „Chaostage“ von sich reden machte – einerseits durch Darsteller wie Claude-Oliver Rudolph und Ben Becker, aber auch durch recht rustikale Premieren.

Regisseur ist selbst St.-Pauli-Fan
In „Gegengerade“ kreuzen sich verschiedene Zutaten seines eigenes Lebens: Heute lebt er wieder im Saarland, aber er wohnte einige Zeit in der Hansestadt, ist schon wesentlich länger selbst St.-Pauli-Fan und zudem in der Punkszene verwurzelt – das zeigten ja schon die „Chaostage“. „Da steckt ein ganzes Lebensgefühl dahinter.“

Um an die Stars zu kommen, „sind wir den konventionellen Weg gegangen“, sagt Stephanie Blum. Das bedeutet: ansprechen, Vertrauen gewinnen, mit dem Drehbuch überzeugen. Vielleicht läuft es ja auch deswegen so rund. „Ich bin sehr zufrieden. Es macht viel Spaß, die Arbeit ist extrem angenehm.“ Und St. Pauli herrscht nicht nur im Film. „Es sind viele im Team dabei, die dem FC St. Pauli zugetan sind. Für viele ist das eine Herzensangelegenheit.“ Gedreht wird noch bis zum 14. August, im kommenden Jahr soll der Film in die Kinos kommen.

Finanzierungsprobleme
Nach Medienberichten tauchen bei der Finanzierung des Filmprojekts Probleme auf. In einem „Spiegel“-Interview berichtet Schauspieler Claude-Oliver Rudolph, dass die Hamburger Filmförderung kurzfristig abgesprungen sei. Nun fehlten den Filmemachern 200.000 Euro. „Ich frage mich, wozu die ganzen Filmförderungen noch da sein sollen. Da wird nur noch Mittelmaß unterstützt“, sagte Rudolph.

Auch sein Kollege Moritz Bleibtreu, der wie alle Schauspieler der LowBudget-Produktion zunächst auf Geld verzichtet, ist verärgert: „Einen schönen Gruß an die Filmförderung. Es ist verdammt schwer, hier Kinofilme auf die Beine zu stellen“, sagte er der Zeitung „Die Welt“. Die Saarland Medien GmbH unterstützt das Projekt übrigens mit 20.000 Euro. jkl






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