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Nach Einbruch in Bahnhofskiosk: Bundespolizei plädiert für Kameras

Symbolfoto.

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Einbrüche und Einbruchsversuche haben in Neunkirchen jüngst Konjunktur. Mit Gullydeckeln wollten Unbekannte vor einigen Tagen in Nordufer- und Ringstraße Scheiben an Eingangstüren zertrümmern und sich Zutritt zu Gebäuden verschaffen. Erfolglos. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gab es eine Serie von acht Attacken auf gewerbliche und sozialen Einrichtungen in der Stadt. In sieben Fällen scheiterten die Täter. Anders in der Nacht auf Freitag: Da haben Unbekannte die nächtliche Stille am Bahnhof genutzt, um in den großen Kiosk mit Buchhandlung im Bahnhofsgebäude einzudringen. Sie zerschmetterten eine Scheibe nahe der Kasse. Wie Markus Bruhn vom Ermittlungsdienst der Bundespolizei erläutert, wurde der Alarm des Ladens um 2.25 Uhr ausgelöst. „Die Täter schlugen mit solch brachialer Gewalt auf die doppelverglaste Scheibe, dass die Scherben fünf Meter weit in den Raum flogen“, erläutert er.

 

Die Täter hatten ganz genaue Vorstellungen, was sie mitgehen lassen wollten. An der Kasse selbst waren sie nicht interessiert. Bruhn: „Vorwiegend waren es Tabakwaren . Eine große Dose, drei Tüten Tabak, zehn Packungen Zigarillos und mehrere Päckchen Ducal und John Player special. Dazu sechs Fläschchen Wodka, vier Wasserflaschen und 26 Schokoriegel.“ Den Wert des Diebesguts beziffert er auf rund 350 Euro, den Gesamtschaden auf über 1000 Euro. Geschäftsleiterin Waltraud Gutendorf berichtet, es sei der zweite Einbruch in diesem Jahr. Auch in den Vorjahren kam dies immer mal wieder vor. „Für mich ist das schon sehr ärgerlich“, sagt sie. Ihrer Meinung nach sollte das Gebäude nachts abgesperrt werden, so wie das in Saarlouis oder St. Ingbert geschehe.

 

Für den Neunkircher Bahnhof besteht seit Mai 2015 eine Ordnungspartnerschaft. Auch wenn es jetzt zu dem Vorfall gekommen ist, spricht Dieter Schwan von einem gelungenen Konzept. Der Pressesprecher der Bundespolizei : „ Deutsche Bahn AG , Stadt Neunkirchen , Landespolizei und Bundespolizei arbeiten bei dieser Ordnungspartnerschaft zusammen.“ Ziel sei es, eine hohe Präsenz vor Ort zu erreichen und Täter abzuschrecken. „Wir können nicht 24 Stunden am Tag Überwachung leisten“, räumt Schwan ein. Aber mit regelmäßigen Streifen werde das Sicherheitsempfinden der Bürger gestärkt. Die Partner stünden in engem Kontakt zueinander, um ihre Erkenntnisse auszutauschen. Eine solche Ordnungspartnerschaft bestehe auch mit St. Wendel. Schwan: „Dort haben wir das gut im Griff.“

 

Der Pressesprecher greift auch das Thema Videoüberwachung auf. Die Deutsche Bahn beschäftige sich mit der Frage nach Kameras auf ihrem Gelände. „Für uns als Bundespolizei wäre es eine gute Sache, darauf zurückgreifen zu können.“

 

Hinweise zu dem Einbruch im Bahnhofskiosk unter Tel. (0 68 26) 52 20 oder der Bundespolizei-Hotline Tel. (0800) 6 88 80 00.

 

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