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Nach Einbruch in Leichenhalle: Verteidiger lehnt Richterin wegen Befangenheit ab

Aufgelistet von der Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift wurden Einbrüche und Diebstähle in der Firma Reno in Thaleischweiler-Fröschen, in die Leichenhalle und eine kleine Lagerhalle in Walshausen und in Wohnhäuser in Schmalenberg im März und April 2013. Als Zeugen wurden zu Beginn die Eigentümerfamilie von zwei Häusern in Schmalenberg gehört, in deren Immobilien – ein Wohnhaus und ein Haus mit Praxis und Büros – an Ostern 2013 eingebrochen worden war.

Die Angeklagten machten von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Aber der Hauseigentümer in Schmalenberg kennt den 30 Jahre alten Angeklagten – denn er hatte ihm geholfen, im Jahr 2012 die gekauften Häuser zu sanieren. Der Hausbesitzer sprach von einem zunächst guten Verhältnis zu diesem, das sich dann wegen Unzuverlässigkeit abgekühlt habe.

Dann entzündete sich bei der Befragung eines Zeugen zu einem Einbruch in Walshausen ein Disput mit Richterin Jessica Kohl, die sich daraufhin bestimmte Unterstellungen des Rechtsanwaltes verbat. Dieser Einbruch war Ende April 2013 im Leichenhaus von Walshausen geschehen, gestohlen wurde dabei nichts – dafür aber in einem nahen Lagerraum der Gemeinde mit Garagentor. Daraus wurden ein Motorrasenmäher, ein Hochentaster mit Zusätzen, Elektroheckenschere und Pflanzenschutzmittel gestohlen.

Der Verteidiger sah die Vernehmung des Ortsbürgermeisters, der den Einbruch festgestellt hatte, als rechtswidrig an, weil seiner Meinung nach schon die polizeiliche Durchsuchung eines Gartenhauses bei Pirmasens , in dem zumindest ein Hochentaster gefunden wurde, rechtswidrig gewesen sei. Den Beginn der Vernehmung stoppte der Anwalt mit weiteren Anträgen. Nach einer kurzen Pause beantragte der Verteidiger, die Richterin wegen Befangenheit abzulösen. Begründung: die begonnene Vernehmung des Bürgermeisters und die Ablehnung eines Pflichtverteidigers durch die Richterin und deren „emotionale Prozessführung“. Um auf diesen umfangreichen Antrag schriftlich reagieren zu können, unterbrach die Richterin die Verhandlung. Der Großteil der elf geladenen Zeugen konnte nicht gehört werden. Die Verhandlung wird am 12. Februar um neun Uhr fortgesetzt.
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