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Nach Europa-Galerie: Kommt St. Arnual unter die Räder?

Die St. Arnualer Bürger fühlen sich vernachlässigt.

Die St. Arnualer Bürger fühlen sich vernachlässigt.

St. Arnual. Kommt St. Arnual unter die Räder, weil die Saarbrücker Stadtverwaltung zu sehr damit beschäftigt ist, Teile der Innenstadt gegen die Konkurrenz der neuen Europa-Galerie am Hauptbahnhof zu stärken? Das befürchtet die Arbeitsgemeinschaft der St. Arnualer Ortsvereine und Kirchengemeinden.

Man habe nichts dagegen, dass zum Beispiel das Quartier Mainzer Straße noch attraktiver gemacht werden soll, damit es zusammen mit dem St. Johanner Markt ein Gegengewicht zur neuen Galerie sein kann, sagt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Axel Egler. Aber auch St. Arnualer Geschäftsleute, organisiert im Verein „St. Arnual blüht auf“, seien an „einem Umbau interessiert“. Es könne „nicht angehen, dass man auf der einen Seite mit Stolz auf den historischen Ortsteil mit dörflichem Charakter verweist, und wenn es um notwendige Erhaltungs- oder Instandsetzungsarbeiten geht, wird ein liebenswerter Ortsteil stiefmütterlich behandelt“, heißt es im Protokoll der jüngsten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft.

Die Arbeitsgemeinschaft will „verstärkt den Umbau des Marktes – mit Bürgerbeteiligung – vorantreiben“ und bietet sich der Stadtverwaltung als Gesprächspartner an. Als Dachorganisation von 25 Vereinen sei man ein „effizienter Ansprechpartner“.

„Große Lösung“ zu teuer

Eine Stadtteilbefragung zur Gestaltung des Marktes habe es vor zwei Jahren schon gegeben, teilt Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer auf SZ-Anfrage mit. Damals haben die Bürger signalisiert: „Wir wollen eine anständige, große Lösung“, erinnert sich die Dezernentin. Als klar gewesen sei, dass eine solche Lösung über eine Million Euro kosten wird und die Anwohner laut Beitragssatzung an den Kosten beteiligt werden müssen, habe sich die Stimmung gewandelt.

Zurzeit stelle die Bauverwaltung zusammen, wie ein „Stufenplan“ aussehen kann. Dieser Plan, mit dessen Hilfe der Daarler Markt Schritt für Schritt über mehrere Jahre umgestaltet werden soll, wird Ende des Monats im Bezirksrat, am 1. Dezember im Bauausschuss des Stadtrats vorgestellt. Am 2. Dezember werde die SPD den Plan in einer Podiumsdiskussion den St. Arnualern präsentieren, kündigt die parteilose Baudezernentin an.

In einem ersten Schritt könnte dann eine neue Verkehrsregelung für den Markt erstellt werden. Außerdem soll an der Ecke, an der die Linde steht, „aufgeräumt“ werden. Voraussetzung sei, dass der Stadtrat zustimmt und das nötige Geld in den Haushalt 2011 und 2012 einstellt, sagt Wandel-Hoefer.

Die St. Arnualer Arbeitsgemeinschaft werde das im Blick behalten, sagt Egler. Geredet worden sei nämlich schon viel in Sachen Daarler Markt.

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