A8 Luxemburg Richtung Saarlouis Zwischen AS Perl-Borg und Tunnel Pellinger Berg Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (12:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Nach Insolvenz: Cirrus bleibt doch in Ensheim- 7,6 Millionen Investition

Die Zukunft der insolventen Cirrus Technik ist gesichert. Sie wird überführt in die neu gegründete Cirrus Maintenance GmbH, eine 100 prozentige Tochter der Cirrus Airlines. Gleichzeitig investiert deren geschäftsführender Gesellschafter Gerd Brandecker 7,6 Millionen Euro in den Standort am Flughafen Ensheim.

Saarbrücken. Der Geschäftsführende Gesellschafter von Cirrus Airlines, Gerd Brandecker, investiert 7,6 Millionen Euro in den Standort Saarbrücken und will sich auch langfristig am Flughafen Ensheim engagieren. Gleichzeitig wird der Verwaltungssitz der Airline von München nach Saarbrücken zurückverlegt. Von dort wechseln 60 Mitarbeiter an die Saar. Gleichzeitig entstehen 40 neue Arbeitsplätze.

Insolvenz beendet


In Folge dieses Engagements ist es auch gelungen, die Insolvenz der Saarbrücker Cirrus Technik erfolgreich zu beenden. Sie wird in die neu gegründete Cirrus Maintenance GmbH überführt. Cirrus Maintenance ist eine 100 prozentige Tochter von Cirrus Airlines und soll als technischer Betrieb die Flugzeuge der Cirrus Gruppe und Fremdflugzeuge in Saarbrücken warten. Wirtschafts-Staatssekretär Peter Hauptmann erklärte gestern, vor allem durch das umfangreiche finanzielle Engagement von Gerd Brandecker am Standort Ensheim sei es gelungen, das Insolvenzverfahren von Cirrus-Technik erfolgreich zu beenden. Damit sind 80 Arbeitsplätze in Ensheim gesichert.

Gerd Brandecker will in der Weiterentwicklung der Wartung und des gesamten Cirrus-Engagements vor allem auf saarländisches Personal setzen. Viele Mitarbeiter seien in München immer wieder von Konkurrenten abgeworben worden. Die Ausbildung eines eigenen Ingenieurs koste aber in der Regel zwischen 200 000 und 300 000 Euro. Solches Fachpersonal wolle man selbst behalten. Die Saarländer seien eher bereit, in ihrer Heimatregion zu bleiben.

Private Geschäftsflüge und Linienflüge


Brandecker sieht großen Bedarf an seiner Flotte für private Geschäftsflüge und Linienflüge, für die er weitere sieben Flugzeuge zum Gesamtpreis von 21 Millionen Dollar (14, 6 Millionen Euro) erworben hat. Insgesamt sind 23 Flugzeuge europaweit im Einsatz. Geflogen werden Maschinen vom Typ Dornier beziehungsweise Embraer mit Kapazitäten zwischen 31 und 78 Sitzplätzen. Brandecker möchte möglichst auch wieder Linienflüge ab Saarbrücken bedienen.

Mehrere Strecken seien in der Prüfung. Favorit ist eine Verbindung von Saarbrücken nach Dresden über Mannheim. Hier werde in vier bis sechs Wochen eine Entscheidung fallen. Die Cirrus Airlines ist ein Unternehmen der Aviation Investment GmbH, zu der auch die eigenständigen Gesellschaften Cirrus Maintenance, Cirrus Flight-Training und der Reiseveranstalter Nana Tours gehören, der auch zurück nach Saarbrücken kommt. Die Gruppe beschäftigt 500 Mitarbeiter.

Meinung

Stabilisierung für Flughafen

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Das wieder stärkere Engagement von Cirrus an der Saar trägt zur weiteren Stabilisierung des Flughafens Saarbrücken bei. Je mehr Airlines auf diesen Standort setzen, desto besser. Air Berlin und Luxair sind schon stark vertreten. Jetzt noch mit Cirrus werden vor allem der Wettbewerb gestärkt, der Preisauftrieb begrenzt und auch negative Einflussmöglichkeiten durch einzelne Airlines gebremst, die dem Land sonst drohen können, den Standort wieder zu verlassen, wenn man nicht ausschließlich ihre Wünsche berücksichtigt. Gerd Brandecker ist ein erfahrener Kenner der Szene. Er will neben der Wartung seiner Jets in Saarbrücken von hier aus auch wieder Linien bedienen. Und prognostiziert dem Flughafen mögliche Passagierzahlen zwischen 500 000 und 700 000 jährlich. Das würde für alle in Ensheim engagierten Airlines reichen. Gewinner wären die Fluggäste.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein