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Nach Krise: Stehen dem Saarland fette Jahre bevor?

Saarbrücken. Die Wirtschaft im Saarland steht so gut da wie seit Jahren nicht mehr und hat die Krise weitgehend überwunden. Diese positive Bilanz hat Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP, Foto: rup) gestern mit einem zuversichtlichen Ausblick auf die konjunkturelle Entwicklung verknüpft. Es sei ein „äußerst gutes Jahr 2011“ für die Saar-Unternehmen zu erwarten, sagte Hartmann. Das Brutto-Inlandsprodukt, also die Summe aller erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen, werde um „mindestens drei Prozent“ zulegen. Zuletzt war die Industrie- und Handelskammer von plus drei Prozent ausgegangen. Deutschlandweit erwartet die Bundesregierung nach jüngsten Prognosen einen Zuwachs von 2,25 Prozent.

 2011 werden 31 000 Arbeitssuchende erwartet

Auch für den Arbeitsmarkt gab der Minister eine optimistische Prognose ab. Die Zahl der Erwerbslosen werde im Jahresverlauf deutlich sinken. Für Ende 2011 erwartet Hartmann im Schnitt 31 000 Arbeitssuchende. Zum Vergleich: Im Januar waren im Land noch 38 800 Erwerbslose gemeldet. Am Ende der Legislaturperiode von Jamaika im Jahr 2014 werde die Zahl bei rund 26 000 liegen, so Hartmann.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liege zurzeit bei 358 000 Menschen. Damit ist der Beschäftigungsstand nach Angaben des Ministers „so hoch wie seit acht Jahren nicht mehr“. Bis Ende 2011 könne der Wert bei einer anhaltend guten Entwicklung sogar bis auf 363 000 steigen.

Seine Voraussagen stützt Hartmann unter anderem auf den deutlichen Rückgang der Firmen-Insolvenzen. Die Zahl sank zwischen Januar und Oktober vorigen Jahres um gut 14 Prozent auf 323 (2009: 376). Damit liege das Saarland im Ländervergleich auf Platz zwei hinter Sachsen-Anhalt. Bundesweit habe der Rückgang 2,2 Prozent betragen. Junge Menschen haben nach Hartmanns Angaben an der Saar besonders gute Chancen auf Ausbildung. Schon im vorigen Jahr seien fast alle Bewerber untergebracht worden, den 28 noch nicht vermittelten Bewerbern stünden 234 gemeldete Lehrstellen gegenüber. Wegen des Fachkräfte-Mangels werde sich die Lage am Ausbildungsmarkt weiter verbessern. ts

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