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Nach LKW-Unfall: Haus bleibt gesperrt wegen Einsturzgefahr

Im Tholeyer Ortsteil Hasborn-Dautweiler ist der Lkw eines Kirmesbetriebs am Montagabend (25.05.2015) bei einem Verkehrsunfall gegen ein Wohnhaus geprallt und hat dieses schwer beschädigt .

Im Tholeyer Ortsteil Hasborn-Dautweiler ist der Lkw eines Kirmesbetriebs am Montagabend (25.05.2015) bei einem Verkehrsunfall gegen ein Wohnhaus geprallt und hat dieses schwer beschädigt .

Traurige Nachricht für die Bewohner des Hauses, das an Pfingstmontag von einem außer Kontrolle geratenen Lastwagen schwer beschädigt worden ist: Sie werden nicht zurückkehren können. Zumindest vorerst. Denn durch den Aufprall ist das Gebäude einsturzgefährdet. Das teilte am Dienstagnachmittag die St. Wendeler Polizei auf SZ-Nachfrage mit. Ein Fachmann der Unteren Bauaufsicht (UBA) habe dies festgestellt, ergänzte Eric Hülsberg, Pressesprecher der Tholeyer Gemeindeverwaltung. Die habe sich um Notunterkünfte für die Betroffenen gekümmert.
 

Einsatz bis in die Nacht

Stundenlang war die Hauptstraße im Tholeyer Ortsteil Hasborn-Dautweiler nach dem Unfall gesperrt. Nachdem Pfingstmontag gegen 19.30 Uhr ein Lastwagen mit Anhänger ins Schlingern geraten und erst durch eine Hauswand gestoppt worden war (wir berichteten), blieb die Strecke bis 2 Uhr in der Nacht auf Dienstag dicht. Die Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun.

Was war geschehen? Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer war ein 37-Jähriger mit seinem Gefährt auf der abschüssigen Hauptverkehrsachse unterwegs. Die Zugmaschine mit Anhänger geriet aus Richtung Theley vom Weg ab und donnerte gegen ein Wohnhaus. Der Laster blieb entgegen der Fahrtrichtung stehen, das Heck stand im Haus, hatte die Wand eingedrückt. Der Fahrer, der für einen Kirmesschausteller unterwegs war, blieb unverletzt. Ebenso die Bewohner des beschädigten Gebäudes, zwei Männer (46 und 51) sowie eine 84 Jahre alte Frau.

Sie konnten allerdings nicht in ihrem Haus bleiben und kamen noch in der Nacht anderweitig unter. Experten des Technischen Hilfswerkes (THW) waren zusätzlich geordert worden. Sie mussten das Haus abstützen.

Darauf wurde Dienstagvormittag ein Experte hinzugerufen, der sich bis in die Nachmittagsstunden hinein mit der Statik befasste. Beim Notruf war bereits von Einsturzgefahr ausgegangen worden.

Die Bewohnerin lebt nun vorübergehend im benachbarten Pflegeheim. Die beiden Männer kamen in Ferienwohnungen unter. Ob ihr Wohnhaus überhaupt zu retten ist und sich dies rechnet, müssen Gutachter klären.
 
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