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Nach Lauterbacher Geldautomatensprengung – Polizei sucht Zeugen

Lauterbachs Hauptstraße am Morgen nach der nächtlichen Sprengung: Spezialisten der Polizei sichern Spuren in der Filiale der Sparkasse Saarbrücken. Deren Eingang wurde durch die Detonation vollkommen zerstört.

Lauterbachs Hauptstraße am Morgen nach der nächtlichen Sprengung: Spezialisten der Polizei sichern Spuren in der Filiale der Sparkasse Saarbrücken. Deren Eingang wurde durch die Detonation vollkommen zerstört.

Geldautomaten werden von Räubern offenbar nicht mehr geknackt, sie werden gesprengt. Allein im Saarland war die Bankfiliale in Völklingen-Lauterbach, die gestern gesprengt wurde, schon die dritte in diesem Jahr nach Gerlfangen (Mitte April) und Bübingen (Mitte Mai). Dabei sind die Täter jeweils mit unkontrollierbarer Brachialgewalt vorgegangen und haben sich selbst wie auch Anwohner gefährdet.

In Lauterbach riss die Detonation die Nachbarn der Sparkassenfiliale um 3.30 Uhr aus dem Schlaf. Scheiben zerbarsten, die gesamte Inneneinrichtung der Bank ist eine Trümmerwüste. Kurioserweise hatten Zeugen in der Nacht zwei Männer in der Bank beobachtet und der Polizei über Notruf mitgeteilt, dass die beiden sich verdächtig verhalten würden.

Streifenwagen kam zu spät

Die Polizei reagierte sofort und schickte aus Völklingen einen Streifenwagen los. Doch bevor der in der Lauterbacher Hauptstraße eintraf, war die Bank bereits explodiert, der Geldautomat zerfetzt und das Geld weg – das teilte die Pressestelle der Polizei am Freitag auf SZ-Anfrage mit. Sarah Sersch, Mitarbeiterin der Polizeipressestelle, sagte: „Bis die Kollegen an der Bank waren, hatte die massive Explosion die Geldfächer geöffnet. Wie es aussieht, haben die Täter ihr Ziel erreicht.“ Über die Höhe der Beute machten weder Sersch noch die Sparkasse irgendeine Angabe. Sparkassen-Sprecherin Sandra Birster gab jedoch auf SZ-Anfrage bekannt, dass die Filiale Lauterbach mindestens vier Wochen geschlossen bleiben müsse.

Die Fenster der Bank und das Inventar seien so schwer beschädigt, dass man viele Teile erst neu bestellen müsse. „Wir sind dann an Lieferzeiten gebunden und glauben daher nicht, dass eine kurzfristige Eröffnung möglich ist“, sagte sie. Glücklicherweise sei die Bausubstanz aber nicht beschädigt worden. Das Gebäude, in dem noch ein Mann zur Miete wohne, sei in der Statik nicht beeinträchtigt. Der Mann, der am Morgen die Wohnung hatte verlassen müssen, sei schon am Vormittag ins Haus zurückgekehrt. Der Sachschaden sei sechsstellig, sagte Birster, die Beute nicht mitgerechnet.

Hoffnung auf Zeugen

Die Experten der Spurensicherung nahmen am Freitag die Bank genau unter die Lupe, suchten in Schutzanzügen nach Spuren und befragten Nachbarn und Passanten. „Wir hoffen noch auf Beschreibungen durch die Zeugen, die in der Nacht die Täter beobachtet haben“, sagte Sersch. Ob zwischen den drei Sprengstoffdelikten im Saarland ein Zusammenhang bestehe, sei völlig unklar. Auch wisse man noch nicht, was die Explosion ausgelöst habe. Das müssten die Kriminaltechniker erst herausfinden.

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