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Nach Missbrauchs-Vorwurf: Lebacher Pfarrer erklärt Amtsverzicht

Das Bistum Trier teilte gestern mit, dass der bisherige Pfarrer der Pfarrereigemeinschaft Lebach gegenüber dem Trierer Bischof Stephan Ackermann seinen Amtsverzicht zum 30. Juni erklärt habe. Vergangene Woche habe Bischof Ackermann diesen angenommen. Die Staatsanwalt wirft dem Pfarrer vor, einem Jugendlichen Geld angeboten zu haben, um ihn zu sexuellen Handlungen zu bewegen. Der Pfarrer bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Der Sprecher des Bistum Trier, André Uzulis, erklärte gegenüber der SZ: „Es ist der Wunsch des Bischofs, dass die Gemeinde wieder geführt wird.“ Der 66-jährige Pfarrer sei bereits seit vergangenem Sommer beurlaubt, seine seelsorgerische Tätigkeit habe seitdem geruht. Gegen den Pfarrer laufe zudem ein kirchenrechtliches Verfahren zu dem selben Vorwurf, erklärte Uzulis. Dieses ruhe jedoch, solange die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Stelle des Pfarrers in Lebach werde neu ausgeschrieben. Wie lange es dauere, bis sie wieder besetzt sei, könne er nicht sagen. „Was weiter geschieht, wird innerhalb der Personalkommission entschieden“, sagte Uzulis.

Eric Schweitzer von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken bestätigte die Ermittlungen. Wie lange diese noch laufen, sei noch nicht abzusehen. Hermann Schell, Saarbrücker Initiator der Internet-Seite „Schafsbriefe“, warf dem Bistum vor, auf Zeit zu spielen: Franz- Rudolf M. sei nur gebeten worden, seine Pfarrstelle freizumachen. „Das scheint eine Finte des Generalvikariats zu sein, um jemanden aus der Schusslinie zu bringen, ohne ihn zu bestrafen.“ Das Bistum hätte das kirchenrechtliche Verfahren weiterverfolgen müssen, so Schell. Von den katholischen Geistlichen und Laienvertretern in Lebach wollte sich gestern niemand gegenüber der SZ zu dem Fall äußern. adr

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