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Nach Überfall auf Saarbrücker Juweilier im April droht nun Haft

Saarbrücken. Im Beisein seiner Familie mit drei minderjährigen Kindern hat am Freitag der Raubprozess gegen einen Rumänen aus Mannheim begonnen. Ihm und drei seiner Landsleute im Alter zwischen 24 und 32 Jahren wird der Überfall auf einen Saarbrücker Juwelier zur Last gelegt. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

Der Juwelier war am 16. April 2008 in seinem Geschäft von einem vermeintlichen Kunden niedergeschlagen worden. Anschließend wurden elf goldene Armreifen im Einkaufswert von insgesamt 9183,25 Euro entwendet. Die Staatsanwaltschaft macht dafür die vier aus Mannheim und einen weiteren Rumänen verantwortlich. Dieser Mann, gegen den in einem eigenen Verfahren ermittelt wird, arbeitet angeblich als Schläger bei Käfig-Kämpfen. Er und seine vier Bekannten sollen mit zwei Autos von Mannheim aus ins Saarland gefahren sein. Einer der Angeklagten und "der Boxer" hätten die Aufgabe gehabt, den eigentlichen Überfall zu begehen und seien in das Geschäft. Dort habe "der Boxer" vorgegeben, einen Ring kaufen zu wollen. Als der Juwelier sich bückte, habe der Faustkämpfer zugeschlagen. Das Opfer wurde am Kopf verletzt, ging zu Boden und musste ins Krankenhaus.

Unterdessen habe die Flucht der Täter nicht geklappt, wie geplant. "Der Boxer" und der zweite Mann seien nicht zu den beiden Autos gekommen, weil aus deren Richtung die Polizei kam. Also hätten sie ein Taxi nach Mannheim genommen, wo sie sich mit den anderen Angeklagten trafen, um die Beute zu teilen. Zwei der Männer flüchteten nach Rumänien. Sie wurden dort festgenommen und ausgeliefert. Ihnen allen droht nun am Ende des bis in den September hinein geplanten Prozesses eine Haftstrafe.

Das scheint auch der Familie eines der Männer klar zu sein. Ganz still schauten die Kinder am Ende des ersten Prozesstages zum Vater. Zu ihm hin durften sie wegen der Sicherheitsvorkehrungen nicht. Also winkte eines der Mädchen aus der Ferne zum Abschied und rief: "Ciau Papa."

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