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Nach Volkszählung: Saarbrücken hat über Nacht 417 Bürger mehr

Saarbrücken ist über Nacht 'gewachsen'.

Saarbrücken ist über Nacht 'gewachsen'.

Jetzt ist es amtlich: Am 9. Mai 2011 wuchs die Landehauptstadt um 417 Einwohner. Sie schlichen sich allerdings nicht über Nacht nach Saarbrücken, sondern waren schon länger hier – nur nicht amtlich verbucht. Die Auswertung des „Zensus 2011“, also der bundesweiten Volkszählung, ergab eine etwas höhere Einwohnerzahl der Landeshauptstadt als die bisher gültigen Statistiken, ein Plus von 0,2 Prozent, auf nun 175 853 Einwohner. „Das ist zunächst ein positives Ergebnis für die Stadt, insbesondere, da im Saarland insgesamt ein Rückgang verzeichnet wurde“, teilt die Stadtpressestelle mit.

Die neue Einwohnerzahl hat viele Folgen: Es könnte zum Beispiel dazu kommen, dass Bundestagswahlkreise neu zugeschnitten werden müssen. Und die Zählung zeigte, dass die Kreisstadt Merzig unter die Marke von 30 000 Einwohnern gerutscht ist. Deshalb wird das nächste Merziger Stadtoberhaupt wohl nur noch Bürgermeister und nicht mehr Oberbürgermeister sein. Auch auf die Landeshauptstadt wird die Zählung sich auswirken: Die 2011 erhobenen Einwohnerzahlen sind maßgeblich für den kommunalen Finanzausgleich, also die Verteilung von Landesgeld an die Kommunen. Wegen der komplexen Berechnung könne man noch nicht genau sagen, wie sich die 417 hinzugewonnen Einwohner finanziell auswirken, teilt die Stadt mit.

Aber: „Wir erwarten eine Erhöhung“. Ob und wie sich die Ergebnisse in der Stadtentwicklung niederschlagen, sei ebenfalls noch unklar, dazu müssten die Daten noch tiefer analysiert werden. Für Anfang 2014 erwartet die Stadtverwaltung eine noch detaillierte Auswertung vom Statistischen Landesamt. Doch auch die bereits veröffentlichten Daten enthalten Überraschungen wie diese: Der Anteil ausländischer Einwohner ist von 13,3 Prozent, wie er in den Melderegistern stand, auf nun 11,8 Prozent gesunken, anders ausgedrückt: In Saarbrücken wohnen laut Zensus 2995 Ausländer weniger als bisher angenommen, darunter gut 1800 Frauen. Bei der Volkszählung waren Interviewer in Saarbrücken unterwegs und fragten nach Angaben der Stadt 6335 Bewohner in ihren Hauslten. Andere Teilnehmer an der Zählung reichten einen Online-Fragebogen ein.

Auskunftspflichtig waren außerdem alle Bewohner von 120 so genannten „Sonderbereichen“, darunter Studentenwohnheime und Altenheime. Insgesamt waren in Saarbrücken 124 Interviewer im Einsatz. Da sie nicht in jedem Saarbrücker Haushalt waren, ist nicht auszuschließen, dass die Ergebnisse des Zensus von der Realität abweichen. „Da können immer Erhebungsfehler drin sein“, erklärt der Zensus- Projektleiter für das Saarland, Daniel Krämer. Während gegen die Volkszählung 1987 noch viele Menschen auf die Straßen gegangen waren, habe es diesmal kaum Kritik aus der Bevölkerung gegeben, sagt Krämer. Das liege wohl daran, dass Menschen mittlerweile in sozialen Netzwerken wie Facebook ohnehin viele Daten freiwillig preisgeben. Außerdem sei „der Datenschutz diesmal von Anfang an mit eingebunden“ gewesen.

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