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Nach deutschen Erfolgen: St. Wendeler Jung-Zauberer ist scharf auf Weltmeistertitel

Schlauchboot in Seenot? Mit seinen Assistentinnen an Bord will Magier Jakob Mathias Weltruhm erlangen. Foto: Mathias

Schlauchboot in Seenot? Mit seinen Assistentinnen an Bord will Magier Jakob Mathias Weltruhm erlangen. Foto: Mathias

Party feiern, am Computer kleben, vor der Glotze abhängen – mit den Lieblingsbeschäftigungen vieler Jugendlicher hat der St. Wendeler Student Jakob Mathias nicht viel am Hut. Seine Hobbys: Zaubern, Zaubern und nochmals Zaubern. Obwohl Hobby? Jakob widmet jede freie Minute der Magie . „Zurzeit sind das bestimmt 15 Stunden, die die Zauberei täglich verschlingt, und das Lehramt-Studium mit Mathematik und Sport steht auch hintenan“, gibt der junge Mann zu. Trotz seiner gerade mal 20 Jahre zählt er bereits zu den Besten seiner Zunft und will bei der Weltmeisterschaft der Zauberer vom 6. bis 11. Juli in Rimini an der italienischen Adria auf dem Siegerpodest landen. „Ich bin zum ersten Mal nicht der Jüngste bei einem internationalen Wettbewerb, da fühle ich mich wie ein alter Hase“, albert Jakob

Am Samstag macht er sich auf den Weg nach Italien. 900 Kilometer in zwei Autos mit acht Leuten. Die Wagen sind vollgepackt mit Requisiten. Er präsentiert zwei Shows, braucht folglich doppeltes Gepäckt. Jakob Mathias freut sich über den recht nahen WM-Austragungsort. Denn bei der Vergabe stand auch Korea zur Auswahl. Doch das wäre für den St. Wendeler zu weit gewesen. „Dann hätte ich nicht mitmachen können.“

Mit dem Zaubervirus steckte sich der junge Jakob wohl schon in der Wiege an: Papa Martin ist ein erfolgreicher Magier. Mit seiner Frau Tatjana heimste er deutsche Meistertitel ein: Er zog mit seinen Kindertheatern rund um Indianer, Piraten und Harry Potter umher. So stand Jakob schon mit drei Jahren als Indianerkind erstmals auf der Bühne.

Er sei ohne Fernseher, Spielekonsole und Computer aufgewachsen. Musik, Sport und Zauberei prägten Kindheit und Jugend. Mehrmals wurde Jakob Mathias deutscher Jugendmeister und Jugendlicher Magier 2011. Mit dem dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft der Senioren und dem Vize-Siegertitel bei der Europameisterschaft 2014 qualifizirte er sich für die Weltmeisterschaft.

Warum er Zauberer wurde? „Ich will die Magie erforschen, so wie sich andere in Biologie, Chemie oder Physik vertiefen. Hier kann ich Tricks und Effekte entwickeln und so Kreativität und Phantasie ausleben. Und es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, Besucher zum Staunen zu bringen und ihre Freude zu erleben“, erklärt Jakob Mathias seine eigene Faszination. Seit zehn Jahren ist Jakob intensiv beim Zaubern dabei. „Ganz wichtig sind eine gute Fingerfertigkeit und eine extreme Konzentration. Ohne die geht gar nichts.“

Bei der Weltmeisterschaft misst er sich mit der Weltelite und der starken Konkurrenz aus Asien, die Tielgarant ist. . Der Saarländer tritt gleich in zwei Sparten an: mit einer Cola-Show und Beach-Party“. Gerade die Beach-Party erfordere von Jakob Mathias und seinem Sechser-Team vollen Einsatz. Jedes Wochenende trafen sie sich, probten, diskutierten über Tricks und deren Präsentation, verwarfen vieles, entwickelten neue Ideen, arbeiteten am Design, an Requisite und Kostümen. Auch die Eltern seien eingespannt - Martin als Ideengeber und technischer Direktor, Tatjana als Näherin. Daneben stehen viele weitere Menschen, die als Schreiner, Schlosser oder Elektriker helfen, an der Regie arbeiten, Mimik und Sprache trainieren. Der Clou bei der Beach-Party: Jakob Mathias verschwindet von der Bühne und taucht Sekunden später, nur mit einer Badehose bekleidet, mitten im Saal wieder auf – unter einer laufenden Dusche.

„Die Weltmeisterschaft ist ja nur alle drei Jahre. Wenn ich schon Deutschland vertreten darf, will ich optimal vorbereitet dort aufschlagen.“ Und Jakobs Chancen sollen nicht schlecht stehen, wie Funktionäre des Weltverbands der Zauberer (FISM) urteilten.

www.jakob-mathias.de
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