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Nach jahrelangen Querelen: Weltkulturerbe stellt Denkmal für Italiener auf

Meinrad Maria Grewenig, Luciano Campitelli, Klaus Lorig und die damalige Konsulin Susanna Schlein (von links) bei der feierlichen Einweihung des Denkmals am 1. Mai 2009. (Archivbild)

Meinrad Maria Grewenig, Luciano Campitelli, Klaus Lorig und die damalige Konsulin Susanna Schlein (von links) bei der feierlichen Einweihung des Denkmals am 1. Mai 2009. (Archivbild)

Das bereits im Jahr 2009 in Völklingen provisorisch eingeweihte Denkmal zu Ehren der italienischen Arbeiter im Saarland soll am 1. Mai 2014 endgültig seiner Bestimmung übergeben werden. Wie die Vorsitzende des Sizilianischen Freundeskreises, Elfriede Nikodemus, jetzt auf SZ-Anfrage mitteilte, ist geplant, die Skulptur im nächsten Jahr am Tag der Arbeit auf dem Gelände des Weltkulturerbes in Völklingen aufzustellen und dort auf Dauer auszustellen.

Das erste Exemplar der Skulptur war im Jahr 2009 auf dem Transport von Italien nach Völklingen zerbrochen, sodass damals nur ein notdürftig zusammengesetztes Provisorium eingeweiht werden konnte. Daraufhin baute der Künstler Luciano Campitelli es noch einmal originalgetreu nach. Nachdem es jahrelang Querelen um die Durchführung des erneuten Transports von Neapel nach Deutschland gegeben hatte, wurde das Relief im Jahr 2012 auf Kosten des Sizilianischen Freundeskreises nach Völklingen geliefert. Allerdings wurde erst jetzt ein Termin für die feierliche „Inauguration“ bekannt gegeben. Von Seiten des Völklinger Oberbürgermeisters Klaus Lorig (CDU) und der italienischen Gemeinde im Saarland hatte es Vorwürfe an die Adresse des Generaldirektors des Weltkulturerbes, Meinrad Maria Grewenig, gegeben, dieser habe die Aufstellung der Skulptur auf dem Gelände des Weltkulturerbes lange Zeit blockiert. Grewenig wies diese Darstellung seinerzeit zurück.

Der neapolitanische Bildhauer Campitelli hatte das 60 mal 90 Zentimeter große Relief im Jahr 2009 auf Initiative des damaligen italienischen Konsulats aus weißem Carrara-Marmor gestaltet. Der Titel „Intrecci“ – zu Deutsch „Verflechtungen“ – sollte auf die gewachsenen Beziehungen zwischen Italienern und Saarländern hinweisen. Campitellis Werke sind in Galerien und Museen in Spanien und Italien ausgestellt. Er war unter anderem Chefrestaurator historischer Stätten in St. Petersburg und hat auf der Biennale Venedig ausgestellt. nof
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