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Nach katastrophalem Ergebnis: Informatik-Studenten der Saar-Uni dürfen Prüfung erneut ablegen

Eine Durchfallquote von 94 Prozent – das war das Ergebnis der Klausur „Mathematik für Informatiker I“ am 19. Februar an der Saar-Uni. Nun steht fest: Die Klausur wird wiederholt. Unmittelbar nachdem das verheerende Prüfungs-Ergebnis feststand, gab es eine anonyme Zuschrift an die Hochschulredaktion der Saarbrücker Zeitung. Darin kam die große Aufregung der Informatik-Studenten zum Ausdruck. Etliche müssten nun ihr Studium abbrechen, hieß es in dem Schreiben. Außerdem wurde bemängelt, die Aufgaben der Klausur seien übertrieben hart gewesen.

Der Vorwurf, viele Teilnehmer müssten ihr Studium nun abbrechen, sei Unsinn, erklärt Professor Matthias Hein, stellvertretender Studiendekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät I. Für etwa fünf Prozent der teilnehmenden Studenten sei es zwar der vorletzte Versuch gewesen, aber für niemanden der Letzte. Außerdem seien die Aufgaben zwar schwierig gewesen, jedoch nicht unverhältnismäßig.

Professorin Hannah Markwig hat den Kurs geleitet und die Klausur aufgesetzt. Sie räumt ein, es habe in den Aufgabenstellungen einige Formulierungen gegeben, die unglücklich gewesen seien und womöglich abschreckend gewirkt hätten. Das könne das sehr schlechte Ergebnis jedoch nicht alleine erklären. „Die Studenten waren reihenweise unvorbereitet“, sagt Markwig. Allein 34 Teilnehmer hätten keine einzige Aufgabe gelöst. Und auch Hein sieht zumindest eine Mitschuld bei den Studenten : „Wer die Übungsaufgaben während des Semesters gemacht und sich zusätzlich mit dem Stoff auseinandergesetzt hat, hätte die Klausur bestehen müssen.“ Allerdings sei die Bearbeitungszeit für den Umfang der Aufgaben knapp gewesen. Auch Fachschaftvertreter Christian Baldus ist der Ansicht, die Klausur sei zwar schwierig, aber nicht zu schwierig gewesen.

Dennoch traf Markwig die Entscheidung, die Klausur zu wiederholen. „Die Studenten hätten sich besser vorbereiten müssen, aber auch die Aufgabenstellung hätte besser sein können“, erklärt die Professorin. Deshalb habe man sich entschieden, aufeinander zuzugehen.

Nicht alle finden das angebracht. „Viele Kollegen sehen die Wiederholung sehr kritisch“, sagt Hein. Nur weil eine Klausur schlecht ausfalle, müsse sie schließlich nicht wiederholt werden. Und das werde in Zukunft auch keinesfalls so gehandhabt.
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