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Nachgerechnet: So viel ist die Stadt Homburg in Euro wert

Kann man Homburg mit einer einzigen Zahl beschreiben? Man man! Und diese Zahl lautet 317 800 000. Eben diese 317,8 Millionen stehen in Euro für den Geldwert der Stadt. Wie diese Zahl zu Stande kommt, darüber gibt offiziell eine sogenannte Eröffnungsbilanz Auskunft, als Teil der seit einiger Zeit geltenden kaufmännischen Haushalts- Rechnung in den saarländischen Kommunen. In einem Pressegespräch stellten Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner und Kämmerer Ralf Weber das viele Seiten starke Papier vor. „Diese Eröffnungsbilanz ist ja der erste Schritt in jedem Unternehmen“, so Schöner. Grundlage für die Zahlen sei eine umfangreiche Ermittlung der Werte, über die die Stadt verfüge. Schöner erläuterte: „Wir mussten feststellen, für wie viele Euro unsere Immobilien, Flächen und alles andere an beweglichem und unbeweglichem Eigentum stehen.“

Am Ende stand eine Summe von 317,8 Millionen Euro – der bilanzierte Gesamt-Wert der Stadt Homburg. Bei der Vermögenserfassung habe die Stadt sich an zwei Grundsätzen orientiert, so Weber. Zum einen sei man gehalten, alle Vermögenswerte zu ermitteln, allerdings gebe es auch einen „Wesentlichkeitsgrundsatz“, der vermeiden solle, „jeden Quatsch zu erfassen“. Insgesamt 3000 Einzelpositionen seien am Ende zusammengekommen, „die in den kommenden Jahren nun fortgeschrieben und gepflegt werden müssen.“ Diese Eröffnungsbilanz liefere nun, wie Kämmerer Weber erklärte, nötige Kennzahlen, so zum nötigen Investitionsbedarf im städtischen Straßennetz auf Basis der Abschreibungen. Allerdings, so Weber: „Diese Zahlen sind Makulatur, weil die Kommunalaufsicht uns dieses Investitionsvolumen gar nicht zugesteht.“

Im Zuge der Vorstellung der Eröffnungsbilanz der Stadt gaben Schöner und Weber auch Einblicke in den Nachtragshaushalt für den Doppelhaushalt 2013/ 2014. Hier muss die Stadt in jedem Haushaltsjahr 150 000 Euro einsparen. Den größten Posten bei den dauerhaften Haushaltsverbesserungen nimmt dabei die Übernahme der Grünschnittverwertung durch den Saarpfalz- Kreis ein, diese Maßnahme schlägt mit insgesamt 188 000 Euro zu Buche. Teil des Nachtragshaushalts ist auch ein Nachtrag zum Investitionsprogramm. Das Stichwort dabei lautet „Rentierliche Investitionen“. Ralf Weber zum Hintergrund: „Unsere Investitionsmaßnahmen sind gesetzlich gedeckelt. Deswegen sind uns die Hände gebunden. Für diese rentierlichen Investitionen, deren Umsetzung wir natürlich in Saarbrücken nachweisen müssen, werden uns aber Sonderkredite gewährt.“

Mit diesen Sonderkrediten sollen Photovoltaik- Anlagen gebaut und betrieben oder auch die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet werden – um so langfristig einsparen zu können. Auf der Agenda dabei: Photovoltaik-Anlagen in den Bereichen Fahrzeughalle des Baubetriebshofes, Turnhalle/ ehemalige Schule Jägersburg und Luitpoldschule. Oberbürgermeister Schöner nannte dieses Instrument ein „sehr wichtiges Programm. So haben wir die Möglichkeit, Kredite ,über den Durst’ in Anspruch zu nehmen“. Um das Grundkonzept zu verdeutlichen, verglich Schöner den erweiterten finanziellen Spielraum der Stadt über Sonderkredite mit den Konjunkturpaketen der Jahre 2008 und 2009.
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