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„Nacht des Supermittelgewichts“: Doberstein und Krasniqi fiebern ihrem Kampf Mitte Juli entgegen

Der Profiboxer Jürgen Doberstein (links - hier am 8. März 2013 gegen den Spanier Blas Miguel Martinez) kämpft am 15. Juli in der Saarbrücker Saarlandhalle gegen  Robin Krasniqi .

Der Profiboxer Jürgen Doberstein (links - hier am 8. März 2013 gegen den Spanier Blas Miguel Martinez) kämpft am 15. Juli in der Saarbrücker Saarlandhalle gegen Robin Krasniqi .

 „Es ist die Stunde der Wahrheit für beide Boxer. Beide wollen das Supermittelgewicht erobern. Es ist ein Schlüsselkampf. Nur für einen wird es vorwärtsgehen.“ Die Worte von Ulf Steinforth sagen alles über das Duell am 15. Juli in der Saarbrücker Saarlandhalle. In dem Kampf zwischen dem 27 Jahre alten Kleinblittersdorfer Jürgen Doberstein und dem 29-jährigen Münchner Robin Krasniqi geht es um zwei Intercontinental-Titel – den vakanten des Verbandes WBO und den der WBA, den der Saarländer hält. Und es geht noch um viel, viel mehr.

 

„Das Duell der Kronprinzen ist richtungsweisend für den Sieger. Er wird um die WM boxen, das ist sicher“, versprach Steinforth gestern. Der Gründer des Magdeburger Box-Stalls Sport Events Steinforth (SES) war mit seinem Schützling im Saarland. SES veranstaltet mit der Doberstein Promotion den Boxabend in der Saarlandhalle, der um 19 Uhr beginnt. Dessen Hauptkampf wird live im Internet bei www.ranfighting.de sowie einen Tag später in voller Länge im Fernsehen bei Sat. 1 gezeigt.

 

SES-Boxer Krasniqi und Doberstein standen sich gestern erstmals gegenüber. Sie schauten sich, wie unter Kämpfern üblich, lang und tief in die Augen. Das können sie gut. Sie sind auf Augenhöhe. Doberstein ist 1,87 Meter groß, der frühere Halbschwergewicht-Profi Krasniqi 1,86 Meter. Keiner verzog eine Miene. Zuvor flogen nicht die Fäuste. Aber es gab ein erstes Wortgefecht.

 

„Er ist vielleicht ein ganz netter Kerl. Aber ich will ihn schlagen – und werde ihn schlagen“, verkündete Doberstein auf seine lockere Art mit einem Lächeln. Krasniqi, mit 49 Kämpfen, darunter zwei verlorene WM-Duelle im Halbschwergewicht , wesentlich erfahrener als Doberstein mit 23 Duellen, konterte routiniert: „Man kann schöne Träume haben. Aber im Ring zählt es. Ich werde meine Arbeit machen, diese im Ring präsentieren, als Sieger rausgehen und Saarbrücken in guter Erinnerung behalten.“

 

Dirk Dzemski teilte einen Haken aus: „Robin ist einfach viel zu stark für Jürgen. Da kann der noch viele Späße machen, die helfen ihm nicht.“ Krasniqis Trainer legte nach: „Ich kenne Jürgen schon lange und weiß, wie er boxen kann – und wie Robin boxen kann. Deshalb bin ich mir sicher, dass Robin das Ding ziehen wird.“ Der 43-Jährige erklärte: „Jürgen ist schnell auf den Beinen, das kann zum Problem werden. Aber wenn er sich Robin stellt, wird es hart für ihn.“

 

Dobersteins Trainer Artur Grigorian wählte leisere Töne: „Wichtig ist, dass Jürgen im Kampf das umsetzt, was wir im Training machen. Dann wird er bestehen.“ Die Chemie zwischen ihm und seinem Schützling stimmt. „Wir haben die gleiche Mentalität“, sagte der Usbeke mit Blick auf die kasachischen Wurzeln Dobersteins – und ergänzte: „Er muss mir vertrauen.“ Der 48-Jährige war von 1996 bis 2004 WBO-Weltmeister im Leichtgewicht . Er erklärte, wie er das meint: „Er ist mein Kind im Ring. Ich gebe mein Herz für mein Kind. Ich will nicht, dass es weint. Deshalb ist es wichtig, dass es mir vertraut und auf das hört, was ich in der Ring-Ecke sage.“

 

Bevor Grigorian Doberstein am 15. Juli in der Ecke betreut, steigt die „Königin des Frauen-Boxens“ in den Ring. So nennt Steinforth Nikki Adler, WBU-, WBF-, WBC- und WIBA-Weltmeisterin im Supermittelgewicht. Die Augsburgerin will ihren WBC-Titel gegen die Georgierin Elene Sikmashvili verteidigen. „Ein WM-Kampf – da wollen die Jungs hin“, sagte Steinforth mit Blick auf das richtungsweisende Duell zwischen Doberstein und Krasniqi.
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