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Nachtwerk-Schläger verurteilt

Saarbrücken/Neunkirchen. Die Jugendkammer des Landgerichts hat die Berufung eines Schülers verworfen. Als Heranwachsender wurde er vom Jugendrichter in Ottweiler zu einem Wochenendarrest und zur Ableistung von 50 Arbeitsstunden verurteilt. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

In dem Prozess ging es um einen Vorfall im Mai 2010 in der Saarbrücker Diskothek Nachtwerk. Gemeinsam mit Freunden kam der Angeklagte nach Saarbrücken. Auf dem Hinweg und in der Disko wurde Alkohol konsumiert. Offenbar aus nichtigem Anlass kam es dann zu der folgenschweren Tat. Ein Gast rempeltevermutlich unbewusst junge Frauen an. Der Angeklagte nahm dies zum Anlass, auf den jungen Mann loszugehen. Mit einem Faustschlag ins Gesicht streckte er ihn auf der Tanzfläche zu Boden. Dann trat er ihm mehrfach mit voller Kraft ins Gesicht. Die Folgen: dauerhafte Verkrümmung der Nasenscheidewand, ein abgebrochener Zahn und eine zerbrochene Zahnspange. Das Opfer hierzu: „Meine Kleider waren voller Blut, ein Türsteher aus der Disko hat mich in Sicherheit gebracht, später war ich im Krankenhaus Ottweiler“.

Der Jugendrichter in Ottweiler ahndete den Angriff mit einen Freizeitarrest für ein Wochenende und 50 Sozialstunden. Das erschien dem Angeklagten ungerecht hart. Den Faustschlag gab er zu, die Tritte ins Gesicht nicht. Für seinen Verteidiger war damit nur einfache und nicht gefährliche Körperverletzung gegeben.

Die Richter glaubten letztendlich, dass der junge Mann auch getreten wurde, das ergebe sich aus dem Bild der Verletzungen. Der Verurteilte muss zwar keine Gerichtskosten bezahlen, aber er muss mit Schmerzensgeldforderungen und Regressansprüchen der Krankenkasse für die ärztliche Behandlung rechnen. jht



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