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Nächtliches Geböller: Wie man sich gegen Feuerwerks-Vandalen schützen kann

Ein Feuerwerk am Bostalsee.

Ein Feuerwerk am Bostalsee.

Der Sonntagmorgen ist heilig. Für viele Leute der einzige Tag der Woche, an dem sie ausschlafen können, Energie tanken für die bevorstehende Arbeitswoche. Doch am Sonntagmorgen, 5. Oktober, wurden einige Menschen in Alt-Saarbrücken um genau diesen Schlaf gebracht. Um 5.30 Uhr wurden die Bewohner rund um die Talstraße jäh aus den Träumen gerissen. In aller Herrgottsfrühe wurde ein großes Feuerwerk gezündet, berichtet eine Leser-Reporterin der SZ. Was war da los? Wer hat denn das Feuerwerk genehmigt?

Niemand, wie sich auf SZ-Anfrage bei der Stadt Saarbrücken herausstellt. „So ein Feuerwerk genehmigen wir nicht“, versichert Stadtpressesprecher Thomas Blug. Heike Schreiber vom Ordnungsamt der Stadt bestätigt: „Der Zeitrahmen, in dem Feuerwerke abgebrannt werden dürfen, richtet sich nach dem jahreszeitlichen Einbruch der Dunkelheit. Im Sommer liegt die Zeit zwischen 22.30 und 23 Uhr. Im Frühjahr und Herbst sollen Feuerwerke vor 22 Uhr abgebrannt werden.“ Danach ist in der Regel kein Feuerwerk mehr erlaubt.

Am aktuellen Fall liegt bereits eine Anzeige vor. „Ein Anwohner hatte sich über das Feuerwerk direkt bei der Polizei beschwert. Diese hat festgestellt, dass das Feuerwerk illegal abgebrannt wurde und hat uns das mitgeteilt“, erläutert Schreiber.

Unerlaubte Feuerwerke bereiten der Stadt immer wieder Sorgen. Pro Jahr gehen rund zehn telefonische Beschwerden beim Ordnungsamt ein. Wie viele illegale Feuerwerke es tatsächlich gibt, weiß aber niemand. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein. Denn viele illegale Feuerwerke würden gar nicht angezeigt. „Grundsätzlich weisen wir anrufende Bürger darauf hin, dass sie sich bei nächtlichen Feuerwerken direkt an die Polizei wenden können“, appelliert Schreiber. Die zuständigen Polizeiinspektionen erhielten von der Stadt immer eine Kopie der genehmigten Feuerwerke . Wendet sich ein Anwohner direkt an die Polizei , können die Beamten feststellen, ob das Feuerwerk legal oder illegal ist und direkt vor Ort einschreiten. Schreiber: „Nur dann kann der Verursacher ermittelt werden.“ Wie im aktuellen Fall am Sonntagmorgen, 5. Oktober, in Alt-Saarbrücken . „Gegen den Verursacher wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet“, versichert Heike Schreiber. Er muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einer Leser-Reporterin. Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, nutzen Sie für Sprachnachrichten aufs Band die Nummer (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie Ihren Hinweis an unsere E-Mail-Adresse:  leser-reporter@sol.de .
 
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